Fleisch

Laufstall, Weide, angebunden: Haltungskennzeichnung bei Rindfleisch gefordert

Hat das Tier vor dem Schlachten auf der Weide gelebt? Das soll man laut Land Schafft Leben künftig transparent erfahren.
Hat das Tier vor dem Schlachten auf der Weide gelebt? Das soll man laut Land Schafft Leben künftig transparent erfahren.Clemens Fabry
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Der Verein Land Schafft Leben hat sich mit Rindfleisch befasst. Und vermisst Wissen und Transparenz.

Mehr als zehn Kilo Rindfleisch essen die Österreicher im Durchschnitt pro Jahr (mehr als 15 Kilo macht der Verbrauch insgesamt aus, inklusive Knochen, Haut und dergleichen). Doch woher das Fleisch kommt und wie das Tier gehalten wurde, ist nicht immer klar. Der Verein Land Schafft Leben, der am Dienstag ein umfangreiches Rindfleischdossier veröffentlicht hat, fordert daher eine Herkunftskennzeichnung – und auch eine Haltungskennzeichnung.

„Um zu jenem Stück Fleisch greifen zu können, das den individuellen Ansprüchen der Konsumentinnen und Konsumenten in Hinblick auf Nachhaltigkeit, Tierwohl und Co. gerecht wird, müssen Herkunft und Haltung durchgängig verpflichtend gekennzeichnet werden“, heißt es in einer Aussendung.

Einerseits geht es dabei um österreichisches versus importiertes Fleisch; Letzteres kommt vor allem in der Gastronomie (Stichwort Kalbfleisch für Schnitzel) und bei verarbeiteten Fleischwaren zum Einsatz. Und auch um die Frage, ob Rinder in einem Laufstall, auf der Weide oder (teilweise) im Stall angebunden – in sogenannter Kombinationshaltung – gelebt haben.

In Supermarkt und Gastronomie

Die Vielfalt der Haltungs- und Produktionssysteme in der österreichischen Rindfleischproduktion sei groß. Land Schafft Leben-Chef Hannes Royer drängt daher auf Kennzeichnungen „im Supermarkt genauso wie in der Gastronomie. Das ist der allerschnellste Weg, um den Konsumentinnen und Konsumenten vor Augen zu führen, woher das Stück Fleisch auf ihrem Teller kommt und in welcher Haltung das Tier gelebt hat.“

Ein Überblick über die Lebensmittelrecherche zum Thema Rind finden Sie auf der Webseite von Land Schafft Leben.

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