Management

„Führung ist nichts für Opfer“

An der Spitze braucht es keinen Chief Entertainment Officer. Gefragt sind CEOs, die den Takt bzw. den Rhythmus vorgeben. 
An der Spitze braucht es keinen Chief Entertainment Officer. Gefragt sind CEOs, die den Takt bzw. den Rhythmus vorgeben. MGO
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Führungskräfte, die weder Rahmen noch Richtung vorgeben, sind fehl am Platz. Philipp Maderthaner versucht, mit seinem „Leadership-Kompass“ Orientierung zu geben.

Natürlich könne man die Abkürzung CEO als Chief Entertainment Officer deuten und auch so leben, indem man allen gefallen möchte. Oder auch als Coffee Engine Operator, wenn man sich als Mikromanager in alle Details vertieft. Gefragt aber sind Chief Executive Officer, „die Verantwortung übernehmen, die Verantwortlichkeit verkörpern und die Rahmen und Richtung vorgeben“, sagt der Unternehmer und Podcaster Philipp Maderthaner.

Denn wo es daran mangle, komme es zu Ineffizienzen, und die Mitarbeitenden würden unter der Situation leiden. Führung in diesem Sinn setze Haltung voraus, oder, wie Maderthaner zuspitzt: „Führung ist nichts für Opfer.“ Noch immer würden zu viele Führungskräfte – mehr als drei Viertel – ohne Vorbereitung in die neue Position gehievt, und noch immer würden zu viele Mitarbeitende – rund ein Drittel – ihre Jobs wegen ihrer Führungskraft verlassen.

Um aufzuzeigen, worauf es bei gelingender Führung ankommt, hat Maderthaner ein Modell entwickelt und in seinem neuen Buch, „Führen oder geführt werden: Wie wir Teams zum Erfolg navigieren“, zusammengefasst. Denn, sagt er, man könne mitunter den Eindruck gewinnen, „der Wahnsinn regiert. Führung ist das Einzige, das hilft.“ Überhaupt steige in Unternehmen der Bedarf an Führung – und ihrer Sichtbarkeit mit „regelmäßigen Durchsagen“.


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