Eruptionsgefahr

Phlegräische Felder bei Neapel: Das gefährliche Leben auf einem Supervulkan

Ausblick auf Schwefelrauch: die Phlegräischen Felder sind in der Hafenstadt Pozzuoli allgegenwärtig.
Ausblick auf Schwefelrauch: die Phlegräischen Felder sind in der Hafenstadt Pozzuoli allgegenwärtig.Reuters / Ciro De Luca
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Im Großraum Neapel bebt seit Monaten die Erde und die Einwohner fürchten einen Ausbruch des Supervulkans Phlegräische Felder. Kürzlich hat die seismische Aktivität etwas nachgelassen, doch die Einwohner müssen sich fragen, ob sie es aushalten, hier zu leben.

Die Anwohner der italienischen Hafenstadt Pozzuoli nennen es das „ewige Beben“. Denn die Erdstöße, die ihre Heimat seit Mitte August erschüttern, enden nicht. So malerisch Pozzuoli sich östlich von Neapel in den Golf schmiegt, so trügerisch ist die Idylle: Denn Neapel liegt zwischen zwei aktiven Vulkanen: dem weltberühmten Vesuv im Osten, der 79 n. Chr. die Stadt Pompei auslöschte, und den weniger bekannten Phlegräischen Feldern im Westen. Letztere sind ein Supervulkan, der keinen Vulkankrater hat, sondern eine sogenannte Caldera, eine kesselförmige Oberfläche, die sich über 180 Quadratkilometer erstreckt – und Pozzuoli liegt mitten darauf.

Und so spüren die Einwohner der Gegend seit Monaten, wie die Erde unter ihren Füßen schwankt. Manche schlafen daher in ihren Autos, andere angezogen auf der Couch, um im Fall eines neuen Bebens auf die Straße laufen zu können. Gottesdienste werden mit offenen Türen zelebriert. Apotheker verkaufen mehr angstlösende Mittel. Aber nicht nur die bebende Erde raubt den Menschen den Schlaf. In ihren Hinterköpfen nagt die Frage, ob bald ein Vulkanausbruch folgen wird.

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