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Was König Charles und Papst Franziskus verbindet

Der britische König Charles III.  vor seiner Reise zur UNO-Weltkonferenz
Der britische König Charles III. vor seiner Reise zur UNO-WeltkonferenzReuters / Pool
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Was verbindet Briten-König Charles und Papst Franziskus? Beide haben jetzt fast gleichzeitig bestätigt, dass sie Anfang Dezember in Dubai auftreten werden, beim UN-Weltklimagipfel.

Weltpremiere für einen Papst: Franziskus reist vom 1. bis 3. Dezember zum Weltklimagipfel COP28. Und der britischen König Charles III. hat fast gleichzeitig seine Teilnahme in Dubai angekündigt. Der für sein Umweltengagement bekannte Charles soll schon am 1. Dezember die Eröffnungsrede der Konferenz halten. Franziskus wird am darauf folgenden sprechen. Beide werden wohl einem verstärkten Kampf gegen den Klimawandel aufrufen.

Erstmals in der Geschichte wird damit ein Papst bei einer Weltklimakonferenz vor Ort sein. Dass Franziskus der COP28 in Dubai hohe Bedeutung beimisst, wurde spätestens Anfang Oktober deutlich: In seinem neuen Umweltschreiben „Laudate Deum“ widmete er dem Gipfel ein ganzes Kapitel. Das Schreiben ist die Fortsetzung seiner meistzitierten Enzyklika „Laudato si“ von 2015.

„Hören wir auf mit Spott“

Deutlich verurteilt das Kirchenoberhaupt in dem neuen Dokument ein Schönreden oder gar eine Leugnung der Klimakrise: „Hören wir endlich auf mit dem unverantwortlichen Spott, der dieses Thema als etwas bloß Ökologisches, ‚Grünes‘, Romantisches darstellt, das oft von wirtschaftlichen Interessen ins Lächerliche gezogen wird. Geben wir endlich zu, dass es sich um ein in vielerlei Hinsicht menschliches und soziales Problem handelt.“

Keine Erwartungen an die COP28 zu haben, wäre laut dem Papst selbstzerstörerisch. Denn die Konferenz könnte ein Wendepunkt sein - allerdings nur dann, wenn sie sich auf verbindliche Formen der Energiewende einige. Diese müssten effizient, verpflichtend und leicht zu überwachen sein.

Vatikan als Staat beigetreten

Erstmals soll es in Dubai eine globale Bestandsaufnahme des Pariser Klimaabkommens geben, dem auch der Vatikanstaat beigetreten ist. Der Papst erhofft sich von den Delegierten eine Fokussierung auf das Gemeinwohl statt auf Eigeninteressen. „Mögen sie auf diese Weise den edlen Charakter der Politik sichtbar machen und nicht deren beschämende Züge. An die Mächtigen erlaube ich mir, erneut diese Frage zu richten: ‚Warum möchte man heute eine Macht bewahren, die in die Erinnerung eingehen wird wegen ihrer Unfähigkeit einzugreifen, als es dringend und notwendig war?‘“, schreibt er in „Laudate Deum“.

Die in Dubai erwartete Grundsatzrede von Franziskus dürfte ähnliche, wenn nicht noch drängendere Züge aufweisen. Es wird sein sechster Auslandsaufenthalt in diesem Jahr sein - trotz des eigenen Wunsches nach weniger Reisen. Es ist nicht nur die Sorge um den Klimawandel, die den 86-jährigen Papst nach Dubai fliegen lässt. Weite Teile seines Kurzaufenthalts sind bestimmt von bilateralen Gesprächen - unter Ausschluss der Öffentlichkeit. (kap)

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