Schulbuch

Formulierung zu Hamas in österreichischem Schulbuch empört

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Das Bildungsministerium reagiert auf Vorwürfe, dass die Terrororganisation in einem österreichischen Schulbuch als „Widerstandsbewegung“ bezeichnet wird. Die Neos wollen dazu eine parlamentarische Anfrage stellen.

Die Hamas seien eine „islamische Widerstandsbewegung“. Die Hisbollah wiederum eine „libanesische Organisation“, die „auch als Partei im libanesischen Partei vertreten“ sei. Und: Die Fatah sei die „bedeutendste Gruppe innerhalb der PLO“.

Diese verharmlosenden Bezeichnungen für die zum Teil als Terrororganisation eingestuften Gruppierungen sind in einem österreichischen Schulbuch „Geografie, Geschichte und politische Bildung“ für die HTL zu finden, wie die derzeit auf Social Media (X) kursierenden Screenshots davon zeigen. Wiens Bildungsstadtrat und Vizebürgermeister Christoph Wiederkehr (Neos) war von Daniella Spera, ehemalige Journalistin und Direktorin des Jüdischen Museums, damit am Donnerstag in der Talksendung „Milborn“ auf Puls 24 konfrontiert worden. Er sprach von Bezeichnungen, die „völlig inakzeptabel“ seien und werde das „sofort weitergeben“.

Ministerium reagiert

Das ÖVP-geführte Bildungsministerium hat inzwischen reagiert. Wie ein Sprecher am Donnerstag auf X mitteilte, sei mit dem betroffenen Trauner Verlag mit Sitz in Linz bereits Kontakt aufgenommen worden. Die Seite werde „korrigiert“ und postalisch bzw. elektronisch an die betroffenen Schulen weitergegeben.

Die Neos begnügen sich damit aber nicht. Bildungssprecherin Martina Künsberg Sarre und Jugendsprecher Yannick Shetty kündigten am Donnerstag an, dazu eine parlamentarische Anfrage an das Ministerium stellen zu wollen.

(red.)

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