Formel 1

Lewis Hamilton dementiert Red-Bull-Kontakt

Lewis Hamilton in Abu Dhabi.
Lewis Hamilton in Abu Dhabi. Reuters
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Sportlich sind vor dem Saisonfinale in Abu Dhabi fast alle Fragen beantwortet, doch hinter den Kulissen gibt es brisante Neuigkeiten um Lewis Hamilton.

In Abu Dhabi heulen am Wochenende ein letztes Mal in dieser Saison die Formel-1-Motoren auf. Die Weltmeistertitel sind längst an die Dominatoren Max Verstappen und Red Bull Racing vergeben, dahinter gibt es noch ein Rennen um den Status als zweite Kraft. Mercedes und Ferrari sind vor dem Finale nur durch vier Punkte voneinander getrennt.

„Wir kennen unser Auto gut und wissen, dass es in Abu Dhabi nicht so konkurrenzfähig sein wird wie in Las Vegas“, spielte Ferrari-Teamchef Fred Vasseur die Chancen herunter, nachdem Leclerc in Las Vegas von der Pole Position aus Zweiter hinter Verstappen geworden war. Mercedes-Chef Toto Wolff erwartet trotzdem ein enges Rennen. „Sie haben in letzter Zeit eine gute Form gezeigt. Aber wir wissen, dass wir unsere Performance in den letzten Rennen nicht maximiert haben“, sagte der Wiener.

Ferrari baut auf Leclerc und Carlos Sainz, Mercedes auf George Russell und Lewis Hamilton. Das Umfeld des Letztgenannten soll vor einiger Zeit die Chancen für ein Red-Bull-Engagement ausgelotet haben, wie Christian Horner, der Teamchef der Bullen, gegenüber der „Daily Mail“ nun ausplauderte. „Sie haben ein paar Mal angefragt. Zuletzt gab es eine Anfrage, ob Interesse bestehen würde, Anfang des Jahres“, sagte Horner, demzufolge die Hamilton-Seite auch Gespräche mit Ferrari geführt hätte.

Hamilton kontert

Hamilton selbst hat Aussagen von Horner dementiert. „Nein, Ich bin nicht auf sie zugegangen“, sagte der 38-Jährige in Abu Dhabi im Motorhome seines aktuellen und auch künftigen Arbeitgebers Mercedes. Auch aus seinem persönlichen Team habe das keiner getan, betonte Hamilton und erklärte stattdessen: „Sie haben versucht, uns zu erreichen.“

Horner hatte auch von Gesprächen Hamiltons mit Ferrari-Chef John Elkann berichtet, bevor Hamilton seinen Vertrag beim deutschen Werksteam Ende August um weitere zwei Jahre bis Ende 2025 verlängerte. Warum Horner seine Aussagen vor dem Finale am Sonntag in Abu Dhabi machte, war zunächst unklar. Auf dem Yas Marina Circuit hatte Hamilton vor zwei Jahren eine seiner schwersten Niederlagen einstecken müssen, als er von Max Verstappen in der letzten Runde überholt und so von dem Niederländer im Red Bull als Champion entthront worden war.

Sein Name würde gern mal fallen gelassen, meinte Hamilton. Dem Sender Sky Sports sagte er zudem: „Ich habe seit Jahren nicht mit Christian gesprochen.“ Zu den angeblichen Gesprächen mit Ferrari sagte Hamilton in seiner Medienrunde, dass er Elkann seit einiger Zeit gut kenne und man sich immer wieder in Kontakt sei, ebenso mit Teamchef Frédéric Vasseur.

Hamiltons Sicht

Der siebenfache Weltmeister schilderte die Dinge aus seiner Sicht: Er habe von Horner eine Nachricht erhalten. Weil diese aber auf seinem alten Handy gewesen sei, habe er diese nicht sofort bemerkt. Als er sie gelesen habe, habe er Mercedes-Teamchef Toto Wolff davon erzählt.

Horner habe er zu einer fantastischen Saison gratuliert und geschrieben, dass er hoffentlich bald gegen die Red Bulls kämpfen könne. Seit rund zwei Jahren hat der 103-malige Grand-Prix-Sieger kein Rennen mehr gewonnen.

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