Literatur

Schöner essen gibt es in der Klinik nicht

Rhea Krčmářová wurde in Prag geboren und lebt in Wien.
Rhea Krčmářová wurde in Prag geboren und lebt in Wien. Foto: Elodie Grethen
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Irritierende Inhalte und unangenehme Wahrheiten über Ess­störungen: der Roman „Monstrosa“ von Rhea Krčmářova.

Fiktional über Essstörungen zu schreiben ist ein delikates Unterfangen. Rhea Krčmářova, die 2018 mit „Böhmen ist der Ozean“ reüssierte, hat sich dieser Aufgabe mit einer literarischen Verve und einem unglaublichen Mut gewidmet. Sie scheute sich nicht, die Dinge so darzustellen, wie sie sind, mit starken sprachlichen Bildern und schrägem Humor. Ihr und ihrem Verlag wurde in sozialen Medien vorgeworfen, das Buch nicht mit einer Trigger-Warnung versehen zu haben. Deswegen hier gleich am Anfang: Der Roman „Monstrosa“ enthält verstörende Inhalte, die Anorexie, Bulimie und Adipositas betreffen, aber auch seltsame Metamorphosen, extremes Mobbing und den Alltag in einer psychiatrischen Klinik beschreiben. Zudem werden nahrhafte Speisen erwähnt (Erdäpfelpüree, faschierte Laibchen, Butterstriezel mit Marmelade, Spaghetti Bolognese).

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