Niederlande

In Gouda gehen die Lichter aus

Alles stimmig illuminiert: Am 15. Dezember wird das historische Zentrum der Stadt Gouda in Kerzenschein getaucht.
Alles stimmig illuminiert: Am 15. Dezember wird das historische Zentrum der Stadt Gouda in Kerzenschein getaucht.Oscar Limahelu
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Es ist nicht alles Käse in Gouda. Die winterliche Düsternis vertreibt die südholländische Stadt mit der traditions­reichen Kerzennacht, Gouda bij Kaarslicht, am 15. Dezember.

Man stelle sich vor, die Lichter in der Stadt gingen aus. Eine düstere Vorstellung. Doch in Gouda ist nicht von einem Blackout die Rede, sondern von einer besonderen Inszenierung: Wie auf Knopfdruck erlischt zunächst das elektrische Licht in der Stadt. Doch kurz danach strahlt sie im gelblich-diffusen Schein unzähliger Kerzen. Romantisch, vor allem, wenn die Kulisse stimmt: Das historische Zentrum der holländischen Stadt liefert das passende Bühnenbild. In majestätischer Insellage zeigt sich das Rathaus aus dem 15. Jahrhundert auf dem Markt. Alle Gebäude, die den Platz säumen, sind in gebührendem Abstand errichtet worden. Das sollte sie vor Feuer schützen. In der Weihnachtszeit wetteifert eine opulent geschmückte Tanne, ein Geschenk der norwegischen Partnerstadt, mit der Prunkfassade des Rathauses um das imposantere Fotomotiv.

Erfolg mit Stearin

Am vorletzten Freitagabend vor Weihnachten wird vor dem Rathaus die Veranstaltung Gouda bij Kaarslicht („bei Kerzenlicht“) eröffnet, die schon seit Jahrzehnten die Menschen erfreut. Nach einer Zeremonie mit viel Musik und Gesang gibt der Bürgermeister von der Freitreppe aus ein Zeichen. Dann wird der Marktplatz um Punkt 19 Uhr erst dunkel, dann plötzlich kerzenhell. In allen Fenstern des Rathauses, in den Häusern, den Auslagen der Geschäfte und den Straßenlaternen – überall leuchtende Kerzen. Selbst an den Straßenrändern stehen große, rote Windlichter. Nicht zu vergessen die Lichter am riesigen Weihnachtsbaum. Da wird der Bummel durch die Altstadt zu einer stimmungsvollen Zeitreise.

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