Pleite

Signa-Homepage am Samstag zeitweise deaktiviert

Das Unternehmen von René Benko braucht dringend Geld.
Das Unternehmen von René Benko braucht dringend Geld. APA / APA / Hans Klaus Techt
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Die Firmenhomepage des angeschlagenen Immobilienkonzerns enthielt nur noch Kontakthinweise in Form von Email-Adressen.

Wie schlimm steht es um Signa, das Immobilienkonglomerat von René Benko, wirklich? Im Unternehmen gibt man sich bedeckt. Am Freitag hatte eine deutsche Tochter der Signa Prime (der wichtigsten Signa-Sparte) Insolvenz angemeldet. Wie hoch die Überschuldung ist, wurde nicht bekannt.

Am Samstag waren die Homepages des Mutterkonzerns signa.at und signa.de zeitweise deaktiviert. Sie enthielten nur noch Kontakthinweise in Form von Email-Adressen. Es handle sich dabei um Wartungsarbeiten, sagte Signa-Sprecher Robert Leingruber dem Kurier.

Ein Umbau der Homepage kann auf den einen Umbau des Unternehmens hindeuten, das laut Kennern dringend hunderte Millionen Euro braucht um das schlimmste zu verhindern. Baustopps prestigeträchtiger Immobilien in deutschen Metropolen untermauern, dass eine schwierige Lage herrscht. Die Firma gilt mit an die 1.000 Gesellschaften als extrem undurchsichtig.

Unklare Besitzverhältnisse einer Signa-Luxusvilla

„Wenn am Wochenende kein weißer Rauch aufsteigt, dann wird es eng“, zitierte die deutsche „FAZ“ (Samstag) einen Insider. „Der Standard“ berichtete am Wochenende wiederum von unklaren Besitz- und Vermietverhältnissen eines Signa-Luxusanwesens am Gardasee in Oberitalien, das Benko angeblich privat nutzen soll.

In dem Insolvenzantrag der pleite gegangenen Signa Real Estate Germany heißt es unter anderem: „Sehr geehrte Damen und Herren, in unserer Eigenschaft als Geschäftsführer der Signa Real Estate Germany GmbH (...) beantragen wir, ein Insolvenzverfahren über das Vermögen der Antragstellerin wegen Zahlungsunfähigkeit zu eröffnen (...).“

Ein Signa-Sprecher hatte gegenüber den Magazinen „News“ und „Spiegel“ gesagt, dass es keine neue Sachlage gebe, was den Finanzierungsbedarf des Immobilienkonzerns gebe, und man Gespräche mit potenziellen Finanzierungspartnern führe. Das Unternehmen benötigt bis Jahresende hunderte Millionen Euro. René Benko soll inzwischen sogar Gemälde aus seiner privaten Kunstsammlung verkaufen, um sein Imperium zu retten. (red.)

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