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Pilzkrankheit: Der leise Tod der Rebe

Rebstöcke werden von der Pilzkrankheit Esca bedroht.
Rebstöcke werden von der Pilzkrankheit Esca bedroht.Imago / Harry Koerber
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Die Pilzkrankheit Esca ist seit vielen Jahrzehnten bekannt. Intensive Landwirtschaft und Klimawandel haben sie befeuert.

Erstmals in größerem Ausmaß ist die Krankheit in Südeuropa aufgetreten. In den 1970er-Jahren beobachteten spanische Winzer, dass sich die Blätter der Rebstöcke mitten im Sommer braun färbten, später wurden auch die Trauben befallen. Binnen kürzester Zeit starb der Rebstock ab.

Anfangs wurde diesem seltenen Schauspiel keine große Bedeutung beigemessen. Doch mittlerweile ist die schwere Pilzkrankheit namens Esca zu einem veritablen Problem geworden. Es gibt keine Weinregion der Welt, in der sie nicht wütet. Experten gehen davon aus, dass die intensive Landwirtschaft zur raschen Ausbreitung beigetragen hat. In den 1970er-Jahren wurde in den Rebschulen nicht mehr händisch, sondern maschinell gearbeitet. Der Pilz setzte sich an den Maschinen fest und wurde quasi von Geburt an eingeimpft. Heute meinen Winzer, dass der Pilz in so gut wie jeder Rebe schlummert. Es gehe nur noch darum, die Krankheit nicht ausbrechen zu lassen.

Klimawandel als Faktor

Mittlerweile wird angenommen, dass auch der Klimawandel Einfluss auf die Verbreitung hat. Die Reben sind Wetterkapriolen ausgesetzt. Auf lange Hitzeperioden folgen schwere Niederschläge. All das erzeuge bei den Pflanzen Stress, dieser Stress führt zum Ausbruch der Krankheit.

Auch aufgrund der Studien des Italieners Marco Simonit ist man zu der Erkenntnis gelangt, dass der Krankheit mithilfe einer schonenden Rebschnitttechnik beizukommen ist. Vor allem Weingüter, die auf Qualität setzen, wenden diese Methode an.

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