Hintergrund

Die Fußballsensation aus der Provinz

Eine ukrainische Note in der katalanischen Erfolgsgeschichte: Gironas Sturmduo Wiktor Zyhankow (r.) und Artem Dowbyk.
Eine ukrainische Note in der katalanischen Erfolgsgeschichte: Gironas Sturmduo Wiktor Zyhankow (r.) und Artem Dowbyk. AFP
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Das kleine Girona steht plötzlich im Zentrum der spanischen Sportwelt. Hinter dem katalanischen Erfolg stehen die Guardiolas – und ein Trainer aus der ungeliebten Hauptstadt.

Girona/Wien. Hierzulande schaffte es der FC Girona schon vor Jahren in die Schlagzeilen, als Larry Kayode, treffsicherer Stürmer, aber auch ständiger Unruheherd der Wiener Austria, tatsächlich von Favoriten zu Manchester City wechselte – und prompt vom Premier-League-Krösus an den kleinen spanischen Schwesterklub verliehen wurde.

Die City Football Group aus Abu Dhabi hatte im Jahr 2017 rund 44 Prozent des katalanischen Vereins erworben, ebenfalls 44 Prozent hält die Girona Football Group mit Pere Guardiola, dem Bruder des Manchester-Starcoaches, an der Spitze. Eine Paarung, die die spanische Fußballlandschaft gehörig hätte umkrempeln können, stattdessen aber folgte alsbald Gironas Abstieg in die Zweitklassigkeit.

Nun, im zweiten Jahr zurück im Oberhaus, stand einmal mehr der Klassenerhalt im Vordergrund, bestenfalls ein Platz im Tabellenmittelfeld. Doch Girona, im Rest des Landes vor allem als Brutstätte des katalanischen Nationalismus be­kannt, steht plötzlich im Zentrum der spanischen Sportwelt. Gelingt heute (21 Uhr, live Dazn) gegen Athletic Bilbao der siebte Sieg in Folge, wird der Klub aus der 100.000-Einwohner-Stadt im Nordosten auch die 14. Runde von La Liga auf Platz eins beenden, vor den Fußball-Großmächten Real Madrid und FC Barcelona.

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