Gastbeitrag

Wie sicher sind Spareinlagen im Ausland?

Jüngstes Beispiel von ausländischen Banken in Schwierigkeiten: Die Credit Suisse konnte nur durch eine Übernahme gerettet werden.
Jüngstes Beispiel von ausländischen Banken in Schwierigkeiten: Die Credit Suisse konnte nur durch eine Übernahme gerettet werden.Reuters / Denis Balibouse
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Bei Kredit­instituten mit Sitz außerhalb der EU und damit des Anwendungsbereichs der EU-rechtlich ver­pflich­ten­den Einlagensicherungs­systeme ist erhöhte Vorsicht geboten.

Während viele mit höheren Finanzierungskosten aufgrund steigender Zinsen zu kämpfen haben, gibt es für Sparer erstmals seit Langem wieder Sparzinsen über der Wahrnehmungsgrenze. Dadurch kann zumindest ein Teil des inflationsbedingten Kaufkraftverlustes abgefedert werden. Dass blindes Vertrauen in die vermeintlich immer solide Institution „Bank“ sowie die Funktionsfähigkeit der Bankaufsichtsbehörden und Bankprüfer letztlich zu großen Verlusten für Sparer führen können, hat sich beim Zusammenbruch der Regionalbank Commerzialbank Mattersburg gezeigt. Wie sicher sind Spareinlagen bei Kreditinstituten? Welche Lehren können jedenfalls in Österreich aus dem Zusammenbruch der Commerzialbank Mattersburg gezogen werden?

Verpflichtende Sicherung

In der Europäischen Union bieten die unionsrechtlich verpflichtend zu schaffenden nationalen Einlagensicherungssysteme (Richtlinie 2014/49/EU) einen Mindestschutz: Bankguthaben pro Kunde und Bank bis 100.000 und in Ausnahmefällen bis zu 500.000 Euro (z. B. private Immobilientransaktionen, Versicherungsleistungen) werden bei Eintritt eines Sicherungsfalls erstattet, mehrere Konten eines Kunden bei einer Bank erhöhen den Schutz daher nicht. Ein solcher Sicherungsfall tritt unter anderem bei Untersagung des Geschäftsbetriebs, der Anordnung einer Geschäftsaufsicht durch die Aufsichtsbehörde oder bei Insolvenzeröffnung ein. Jedes Kreditinstitut muss einem Einlagensicherungssystem angehören. Obwohl unionsrechtlich vorgeschrieben, sind diese auf nationaler Ebene organisiert und von ihren nationalen Mitgliedern finanziert.

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