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US-Großbank JP Morgan erneut die systemrelevanteste Bank der Welt

BeckerBredel via www.imago-images.de
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Der Finanzstabilitätsrat stufte die Bank erneut als einziges Institut in die
Kategorie vier für global systemrelevante Geldhäuser ein. Die Bank-Austria-Mutter UniCredit und Credit Suisse sind dieses Jahr weg von Liste.

Der US-Finanzriese JP Morgan Chase bleibt aus Sicht der globalen Stabilitätswächter die Bank mit der größten Bedeutung für das weltweite Finanzsystem. Der Finanzstabilitätsrat (FSB) stufte die größte Bank der USA erneut als einziges Institut in die Kategorie vier für global systemrelevante Geldhäuser ein, wie er am Montag in Basel mitteilte. Damit muss JP Morgan weiter einen zusätzlichen Kapitalpuffer von 2,5 Prozent vorhalten.

Auch im vergangenen Jahr hatte der amerikanische Finanzkonzern die Liste der weltweit wichtigsten Banken für die Stabilität des globalen Finanzsystems angeführt.

Deutsche Bank unverändert

Die Liste umfasst diesmal 29 Institute - eine Bank weniger als noch vor einem Jahr. Die chinesische Bank of Communications ist neu auf der Liste. Dagegen wurden die Schweizer Credit Suisse, die im Zuge eines Notverkaufs vom dortigen Konkurrenten UBS übernommen wurde, und die italienische Bank-Austria-Mutter UniCredit von der Liste gestrichen. Damit wird kein italienisches Institut mehr als bedeutsam für die Stabilität des weltweiten Finanzsystems eingestuft.

Die Bewertung der Deutschen Bank als Geldhaus der Kategorie zwei blieb unverändert. Deutschlands größtes Kreditinstitut muss damit weiterhin einen zusätzlichen Kapitalpuffer von 1,5 Prozent vorhalten. Die in Frankfurt ansässige Bank bleibt das einzige deutsche Kreditinstitut, das vom FSB als global systemrelevant eingestuft wird.

Neu in dieser Kategorie zwei sind die China Construction Bank, die Agricultural Bank of China und die UBS: Sie rückten in der Systemrelevanz alle eine Kategorie nach oben.

In der Kategorie drei gab es keine Veränderungen: Die so eingestuften Institute, die US-Geldhäuser Bank of America und Citigroup sowie die britische HSBC müssen damit weiterhin einen zusätzlichen Puffer von 2,0 Prozent vorhalten.

Bewertung nach Größe und Geschäftsrisiko

Der FSB überwacht im Auftrag der G20-Staaten die Gefahren für das weltweite Finanzsystem. Er bewertet die Banken nicht nur ihrer Größe nach, sondern auch nach dem Risiko, das in ihren Geschäften steckt. Zudem spielt eine wichtige Rolle, wie stark verwoben und vernetzt sie weltweit im Finanzsystem sind.

Der Finanzstabilitätsrat macht gemessen an der Risikobewertung Mindestvorgaben für einen zusätzlichen Kapitalpuffer. Die nationalen Aufseher können auch noch strengere Anforderungen stellen. Seine Liste der global systemrelevanten Banken (G-SIB) überprüft der FSB jährlich. Die nächste neue Liste will er im November 2024 veröffentlichen. (APA)

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