Hightech-Mode

„KI ist wie eine Backmischung“

Kunst-Kleid. Den bauschigen „Crinkle Dress“ aus ihrer „Cyber Crack“-Kollektion (2020) entwarf Flora Miranda mit der Künstlerin Esther Stocker.
Kunst-Kleid. Den bauschigen „Crinkle Dress“ aus ihrer „Cyber Crack“-Kollektion (2020) entwarf Flora Miranda mit der Künstlerin Esther Stocker.© Catwalkpictures
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Die Hightech-Mode von Flora Miranda ist hoch innovativ, und das, ohne zu blinken. 

Den Designprozess ihrer Kollektionen selbst mit künstlicher Intelligenz auszuführen, das, sagt Flora Miranda, interessiere sie derzeit noch nicht. „Mir kommt die Lösung, mit KI zu arbeiten, zu einfach vor. Ich will lieber selbst programmieren.“ Noch fühle es sich nämlich an „wie eine Backmischung“, die existierenden Anwendungen mit Prompts zu füttern – und gerade einen Mangel an Komplexität in ihren Ansätzen und ihrer Arbeit kann man der in Antwerpen lebenden Modedesignerin aus Österreich nun wirklich nicht vorwerfen.

Ihre Arbeit ist noch bis Anfang Dezember im Geymüllerschlössel, einer Expositur des MAK, als Teil des fortlaufenden „Contemporary Fashion Showcase“ zu sehen, wo stets Einzelpositionen des Modeschaffens herausgegriffen werden. Ihre Teilnahme sei vergleichsweise spät, im Frühling 2023, angefragt worden, erzählt Miranda. „Der erste Ansatz war, eine Werkschau zusammenzustellen“, davon sei sie in der Folge wieder etwas abgerückt, um die Ausstellung thematisch zuzuspitzen. „Es hat mich interessiert, in dem Biedermeier-Lustschloss dezidiert etwas zu den Themen Gender und Sexualität zu machen und einen feministischen Blick auf die Technologie zu lenken“, so die gebürtige Salzburgerin, die in einem Künstlerhaushalt aufwuchs.

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