Studie

Mehrheit der Arbeitskräfte kennt sich mit KI nicht aus

Der Roboter Go1 steht während der Internationalen Funkausstellung (IFA) in der Messe Berlin.
Der Roboter Go1 steht während der Internationalen Funkausstellung (IFA) in der Messe Berlin.Sebastian Gollnow
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Weder im Bewerbungsprozess, noch im Arbeitsalltag wagen es Beschäftige hierzulande Schritte zu gehen, um KI-gestützte Instrumente zu nutzen. Zumindest ihren eigenen Einschätzungen zu folge.

Obwohl sich zwei Drittel der heimischen Arbeitskräfte darüber im Klaren sind, dass es wichtig sei, den Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) im Job zu definieren und auch zu manifestieren – es fehlt ihnen an Erfahrung. Rund 83 Prozent sind davon überzeugt, noch nie bewusst KI im Bewerbungsprozess eingesetzt zu haben Bei den deutschen Nachbarn habe indes bereits ein Drittel der Bewerbenden Erfahrung mit KI-basierten Lösungen im Bewerbungsprozess. Zu diesen Ergebnissen kommt die aktuelle Xing-Studie zum Thema „KI in der Berufswelt.“

Rund ein Viertel der Beschäftigten weiß, KI für Recherche, Vorbereitung oder das Verfassen ihrer Bewerbung einzusetzen. Diesbezüglich sei die Akzeptanz bei Männern höher sei als bei Frauen. Jüngere Arbeitssuchende hätten mehr Affinität zu KI-basierten Applikationen als ältere Mitarbeitende.

KI-basierte Chatbots lehnen beinahe drei Viertel der Beschäftigten bzw. Jobsuchenden nach wie vor ab, ein Drittel bevorzugt digitale Kanäle im ersten Bewerbungsgespräch. Kommt es zum finalen Bewerbungsgespräch, will die Mehrheit der Interessierten einer realen Person gegenübersitzen. „Je weiter der Bewerbungsprozess voranschreitet, desto wichtiger wird das persönliche Gespräch. In frühen Phasen der Bewerbung ist es für Bewerber nachvollziehbar, dass KI basierte Lösungen eingesetzt werden“, fasst Siegfried Götzinger, CEO onlyfy by XING Österreich, zusammen.

Die große Frage nach den Profiteuren

Geht es darum, wer vom Einsatz künstlicher Intelligenz profitiert, so kann sich beinahe ein Drittel nicht vorstellen, dass die eigene Arbeit durch KI vereinfacht wird. Ein weiteres Drittel nimmt an, dass sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber vom Einsatz Künstlicher Intelligenz im Arbeitsalltag profitieren würden. Weitere zehn Prozent prognostizieren, dadurch weniger Stress und ein entspannteres Arbeiten ermöglicht zu bekommen. „Wir brauchen viel mehr praktische Beispiele, die die Vorteile von Künstlicher Intelligenz im Arbeitsalltag illustrieren, um die Akzeptanz zu erhöhen“, ist Götzinger überzeugt. In Deutschland seien vergleichsweise nur rund 24 Prozent der Beschäftigten der Meinung, dass KI keinen Nutzen im Arbeitsalltag hat.

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