Mehrsprachigkeit

Sozialpartner: Deutschförderklassen sind „kontraproduktiv“

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Bei einem gemeinsamen Termin forderten AK, WKO, IV, Caritas und Blaulichtorganisationen eine Reform der Sprachförderung. Die Grundhaltung zur Mehrsprachigkeit müsse sich verändern, lautet der Tenor.

Als Schulterschluss gegen die Deutschförderklassen, an denen die ÖVP bis dato festhält, wollte man den gemeinsamen Auftritt am Montag nicht verstanden wissen. Zumindest nicht von jenen, die der ÖVP nahe stehen. Doch die Botschaft, die sie bei ihrem Termin in der Wiener Arbeiterkammer (AK) am Montag parat hatten, war dennoch eindeutig: Die Art und Weise, wie Migration und Mehrsprachigkeit in Österreich diskutiert und gefördert würden, sei nicht zeitgemäß. Und vor allem: pauschalisierend und defizitorientiert.

Das betreffe vor allem die Bildungspolitik, in der die Sprachförderung massiv ausgebaut und modernisiert werden solle. Der Appell der Vertreterinnen von AK, Industriellenvereinigung (IV), Wirtschaftskammer (WKO), Caritas, Rotes Kreuz und Samariterbund an die Bundesregierung lautete: mehr Geld, mehr Autonomie für die Schulen, mehr Flexibilität bei der Deutsch- sowie Erstsprachenförderung sowie mehr Augenmerk auf Mehrsprachigkeit in der Ausbildung der Pädagoginnen und Pädagogen. Mit der aktuellen Form der (separaten) Deutschförderklassen in der Unterstufe, die 2018 eingeführt wurden, zeigte man sich einmal mehr zutiefst unzufrieden.

Separate Klassen „kontraproduktiv“

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