Wiener Innenstadt

Kameel-Cuvée: Die Weine entstehen im Gehen

Winzerin Gertrud Salomon, Kameel-Chefin Martina Walli und Christoph Wagner-Trenkwitz (v.l.) mit neuem Wein und Beethovens Handschrift.
Winzerin Gertrud Salomon, Kameel-Chefin Martina Walli und Christoph Wagner-Trenkwitz (v.l.) mit neuem Wein und Beethovens Handschrift.tes
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Wie aus einer Wanderung durch die Weingärten der Salomons ein Grüner Veltliner fürs Schwarze Kameel wurde.

Die erste Weinbestellung, die das Weingut Salomon Undhof vom Schwarzen Kameel erhielt, erfolgte im September 1933. Zwei Weine wurden damals geliefert: Riesling von der Ried Kögl und Grüner Veltliner aus der Wieden. Beide finden sich heute noch auf der Karte.


Es sind also 90 Jahre, die die beiden Häuser verbinden, und, so viel kann man verraten, die Verbindung ist nicht nur beruflicher Natur. Und manchmal entsteht daraus auch wieder neuer Wein. Es war ein gemeinsamer Spaziergang mit Bertold Salomon durch die Steiner und Kremser Weingärten, erzählt Kameel-Chefin Martina Walli, der die beiden auf die Idee brachte, zwei verschiedene, jeweils nicht unbekannte Lagen Grünen Veltliners miteinander zu kombinieren: Die Ried Wachtberg und die Ried Steiner Goldberg; die eine direkt über der Altstadt von Krems in voller Sonneneinstrahlung thronend, die andere in Stein an der Donau mit alten Stöcken östlich ausgerichtet und folglich etwas kühler. „Sie haben das dann verkostet“, erzählt Gertrud Salomon, „und es ist wirklich etwas herausgekommen, wo man sagt: Wow, das tut sich gegenseitig wohl.“

Das Ergebnis, die neue Kameel-Selektion, wurde nun ebendort präsentiert. Das Etikett hat Walli, die Schwester von Kameel-Chef Peter Friese, gestaltet – es basiert auf einem Foto vom Spaziergang, dort gelb blühende Schwertlilien inklusive. Christoph Wagner-Trenkwitz, ein Freund des Weinguts, hielt die Laudatio und nahm Bezug auf imaginäre (wenngleich wahrscheinliche) Gäste in der 400-jährigen Geschichte des Kameels, besonders aber einen verbürgten: Ludwig van Beethoven, dessen handschriftliche Bestellung lange im Wohnzimmer der Eltern lagerte, erzählt Friese. Heute sicherheitshalber doch im Safe. (tes)

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