Klimaprotest

Ein Jahr nach erstem Protest: Letzte Generation blockiert Verkehr in Innsbruck

Ein Bild der Letzten Generation zeigt den Protest in Innsbruck.
Ein Bild der Letzten Generation zeigt den Protest in Innsbruck.Moritz Holzinger / Letzte Generation
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Die Aktivistinnen und Aktivisten versammelten sich auf der Grassmayr-Kreuzung und später auf der Bundesstraße der Tiroler Hauptstadt. Sie rufen den Bundeskanzler erneut dazu auf, entsprechende Maßnahmen gegen den Klimawandel zu setzen.

Klimaaktivistinnen und -aktivisten der Letzten Generation haben Dienstagfrüh kurzzeitig die viel befahrene Grassmayr-Kreuzung am Innsbrucker Südring in beide Richtungen blockiert. Sie sorgten für beträchtliche Staus im Frühverkehr der Tiroler Landeshauptstadt.

Nach eigenen Angaben geschah die Aktion genau ein Jahr nach dem ersten Protest in der Tiroler Landeshauptstadt. Die rund 16 Demonstranten verließen nach rund zehn Minuten wieder freiwillig die Fahrbahn, sagte ein Polizeisprecher. Wie schon beim Protest letzten Dienstag in Wien versammelten sich die Demonstrierenden jedoch erneut an anderen Orten, wie zum Beispiel auf der Bundesstraße Kreuzung Simensstraße, heißt es von der Bewegung.

Erneut appellieren die Aktivistinnen und Aktivisten an Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP): „Es liegt an Nehammer: Er kann die Störungen sofort beenden. Wenn er beginnt, die Forderungen des Klimarates umzusetzen, stellen wir unsere Proteste augenblicklich ein“.

Umfangreiche Proteste vergangene Woche

Vergangene Woche sorgte die Klimaschutzbewegung für Aufsehen. Am Montag veranstalteten sie eine ihrer größten Aktionen. Sie blockierten die Einfahrten nach Wien und damit den Pendlerverkehr. Umfangreiche Staus waren die Folge. Weil sie sich auch mit einem Sand-Klebergemisch auf der Fahrbahn „festbetonierten“, wie sie es bezeichnen, steht nun auch der Vorwurf der Sachbeschädigung im Raum.

Die bekannte Aktivistin Anja Windl war deshalb vorübergehend in Verwahrungshaft in der Justizanstalt Josefstadt. Das Landesgericht Wien lehnte aber einen Antrag der Staatsanwaltschaft auf Untersuchungshaft ab und Windl wurde enthaftet.

Aufsehen sorgte die Bewegung auch durch einen Brief an die Polizei. Darin schreiben die Aktivisten, dass sie fortan nicht mehr mit der Behörde kooperieren wollen. Diese Vorgehensweise richte sich jedoch nicht gegen die Polizei, sondern diene dazu „stärkere Bilder der Ungerechtigkeit zu erzeugen“. (APA/schev)

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