Versicherungen

Uniqa könnte Totalausfall der Signa-Anleihe gut verschmerzen

Sollte die kriselnde Signa im Falle einer Insolvenz ihre Anleihe bei der Uniqa nicht mehr bedienen können, entstünde der Uniqa kein schwerer Schaden. 
Sollte die kriselnde Signa im Falle einer Insolvenz ihre Anleihe bei der Uniqa nicht mehr bedienen können, entstünde der Uniqa kein schwerer Schaden. Reuters / Leonhard Foeger
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Der Versicherer hält derzeit Signa-Papiere im Umfang von 80 Millionen Euro. Im Falle eines Totalausfalls gingen aber lediglich rund 25 Millionen Euro in die Gewinn- und Verlustrechnung ein, sagte Uniqa-Chef Andreas Brandstetter.

Sollte die kriselnde Signa im Falle einer Insolvenz ihre Anleihe bei der Uniqa nicht mehr bedienen können, entstünde der Uniqa kein schwerer Schaden. Ein Totalausfall würde eine Belastung von 25 Millionen Euro in der Gewinn- und Verlustrechnung bedeuten, sagte der Uniqa-Chef Andreas Brandstetter am Dienstag im Klub der Wirtschaftspublizisten. „Bislang wurden alle Zahlungen geleistet, wir haben keine einzigen Ausfälle gehabt“, so der Uniqa-Chef.

Der Versicherer hält derzeit Signa-Papiere im Umfang von 80 Millionen Euro. Im Falle eines Totalausfalls gingen aber nicht die gesamten 80 Millionen Euro in die Gewinn- und Verlustrechnung ein, sondern ein Teil davon - eben die 25 Millionen Euro. Der Rest des verbleibenden Exposures würde sich auf das Eigenkapital niederschlagen, aber dort sei es „sehr, sehr leicht verschmerzbar“, sagte der Uniqa-Chef. „Es wird die Uniqa schmerzen, aber wir werden es sehr, sehr, sehr (sic!) gut verdauen können“, so Brandstetter. Wie es generell weitergehe mit der Signa, wisse er nicht.

Brandstetter sieht Folgen für Versicherungsbranche gelassen

Solange der Schuldendienst für die Anleihe aber weiter erfolge, werde und könne man die Anleihe nicht in den Büchern abwerten. Die Anleihe sei erst vor ein paar Jahren gezeichnet worden und habe eine Laufzeit von 30 Jahren. Das Signa-Exposure der Uniqa müsse weiters in Relation zum gesamten veranlagten Vermögen, das 21 Milliarden Euro ausmacht, gesetzt werden, sagte Brandstetter erneut.

Auch in Hinblick auf die gesamte Immobilienbranche und mögliche Insolvenzen in dem Sektor zeigte sich der Uniqa-Chef gelassen. „Ich sehe da keine relevanten negativen Effekte für die österreichische oder für die europäische Versicherungsbranche“, sagte Brandstetter, der auch Vorsitzender der europäischen Versicherungswirtschaft ist. Im Falle eines Ausfalles gebe es auch genügend Assets, die man auch verwerten könne. (APA)

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