Hintergrund

Warum Wahlärzte den Aufstand proben

Leere Wartezimmer in Wahlarztordinationen sind ein seltener Anblick. Diese fordern daher mehr Rechte ein.
Leere Wartezimmer in Wahlarztordinationen sind ein seltener Anblick. Diese fordern daher mehr Rechte ein. Clemens Fabry
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Ohne Absprache mit der Ärztekammer – stattdessen mit Kritik an ihr – stellen Wahlärzte weitreichende Forderungen. Dahinter steckt das Gefühl der Vernachlässigung und Ungleichbehandlung.

Sie fordern eine Erhöhung der Kostenrückerstattung von 80 auf 100 Prozent des Kassentarifs für ihre Patienten, eine Rezepturbefugnis, die Freischaltung der elektronischen Krankmeldung im E-Card-System, mehr Geld für Patientenschulungen, Aus- sowie Fortbildungen und vieles andere – und das ohne Absprache bzw. Rückendeckung seitens der Ärztekammer.

Es ist offensichtlich: Ein großer Teil der Wahlärzte Österreichs, viele von ihnen mit hochrangigen Funktionen in der Ärztekammer, probt den Aufstand und will entsprechend seiner Bedeutung innerhalb des Gesundheitssystems behandelt werden. Denn bekanntlich steigt die Zahl der Wahlärzte seit Jahren stark an, während die der Kassenärzte sinkt. Ohne Wahlärzte könnte die Versorgung der Bevölkerung im niedergelassenen Bereich nicht aufrechterhalten werden. Mit ihrem umfassenden Forderungskatalog wollen sie demnächst an die Öffentlichkeit gehen. „Die Presse“ berichtete.

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