Osprey

Erneut Typ Osprey: US-Militärflugzeug mit acht Passagieren bei Japan abgestürzt

Die US-Militärflugzeuge vom Typ Osprey sind seit 2005 eingesetzte Senkrechtstarter. Immer wieder kommt es zu tödlichen Unfällen.
Die US-Militärflugzeuge vom Typ Osprey sind seit 2005 eingesetzte Senkrechtstarter. Immer wieder kommt es zu tödlichen Unfällen.APA / AFP / Charly Triballeau
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Wieder stürzt ein US-Militärflugzeug des Typs V-22 Osprey ab. Acht Personen waren an Board, eine Person soll tot sein, die anderen gelten als vermisst. Erst im Sommer gab es einen ähnlichen Absturz.

Beim Absturz eines US-Militärflugzeugs vor der Küste Japans ist am Mittwoch mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. „Eine Person wurde gefunden, ihr Tod wurde im Krankenhaus bestätigt“, teilte die japanische Küstenwache mit. Sie korrigierte zudem die Zahl der Insassen der Maschine von acht auf sechs. Die Suche nach möglichen Überlebenden werde fortgesetzt, erklärte sie.

Triebwerk des Flugzeugs soll gebrannt haben

„Uns wurde heute um 14.47 Uhr (Ortszeit, 06.47 Uhr MEZ) gemeldet, dass die Osprey der US-Armee vor der Insel Yakushima abgestürzt ist“, sagte eine Sprecherin der Küstenwache. Nach Angaben eines Behördenvertreters wurde der Polizei gemeldet, dass eine Osprey-Maschine am linken Motor brenne und auf einem Strand in der Nähe des Flughafens von Yakushima lande. Die Küstenwache mobilisierte nach eigenen Angaben Patrouillenschiffe und Flugzeuge rund um die Insel Yakushima, die südlich von Japans südlichster Hauptinsel Kyushu liegt.

Dem japanischen Rundfunksender NHK zufolge war die Osprey auf dem Weg von US-Stützunkt Iwakuni in der Nähe von Hiroshima zum Stützpunkt Kadena weiter südlich in Okinawa. NHK meldete weiter, bei der abgestürzten Maschine handle es sich um eine CV-22 Osprey des US-Luftwaffenstützpunktes Yokota in Tokio.

Regierungssprecher Hirokazu Matsuno sagte, Japan sei darüber informiert, dass eine Osprey des US-Militärs in der Nähe der Insel Yakushima vom Radar verschwunden sei. Die Rettung von Menschenleben habe für die Regierung Priorität, sagte Matsuno.

Von der US-Botschaft in Japan lag zunächst keine Stellungnahme vor. Die US-Armee hat nach eigenen Angaben 54.000 Soldaten in Japan stationiert.

Der Senkrechtstarter gilt als unfallanfällig

Das von Boeing und Bell Helicopters entwickelte Militärflugzeug Osprey ist mit schwenkbaren Rotoren ausgestattet und kann sowohl wie ein normales Flugzeug abheben als auch wie ein Hubschrauber senkrecht starten. Zuletzt gab es eine Reihe tödlicher Unfälle mit dieser Maschine.

Im August starben drei US-Marines beim Absturz eines Osprey-Militärflugzeugs im Norden Australiens, die Unglücksursache war unklar. Im vergangenen Jahr starben vier US-Marines bei einem Nato-Manöver in Norwegen, als eine Osprey abstürzte. Ein weiteres solches Flugzeug verunglückte im Dezember 2016 vor der südlichen japanischen Insel Okinawa, woraufhin das US-Militär ein vorübergehendes Flugverbot für den Flugzeugtyp verhängte. (APA/Red)

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