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GAK sorgt für Wende in Grazer Stadionfrage

Thomas Wilfried Mayer war früher am Ball.
Thomas Wilfried Mayer war früher am Ball.GEPA pictures / Hans Oberlaender
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Der GAK erklärt sich bereit, in ein neues Stadion zu ziehen, „das nicht im Norden von Graz liegt“. Der Bau könnte im Rahmen von multifunktionalem Projekt erfolge, Ausschussvorsitzender Ehmann (SPÖ): „Wollen Nägel mit Köpfen machen!“

In der Grazer Stadionfrage hat sich eine Wende ergeben. Der GAK erklärte sich bei einer Sitzung des Sonderausschusses am Dienstagabend im Rathaus bereit, ein neues Stadion zu beziehen, das nicht im Norden der Stadt liegt. Jetzt sollen mögliche Standorte geprüft werden. Im Fokus liegt dabei ein multifunktionales Projekt, da die Stadt Graz auch auf Standortsuche für eine neue Straßenbahnremise ist.

Nachdem der GAK bis zuletzt auf einen Standort im Grazer Norden für sein neues Stadion bestand, ist man nun von dieser Forderung abgerückt. „Für den GAK kommen auch andere Standorte für ein Stadion infrage“, sagte Rene Ziesler, Obmann des in der 2. Liga derzeit klar auf Aufstiegskurs liegenden Clubs. Neben einem Grundstück in der Nähe des Verkehrsknotens Puntigam werden von der Stadt auch andere Optionen im Süden geprüft.

Für Ziesler ist aber klar, dass ein solches Projekt vom GAK alleine nicht stemmbar sei. Deshalb hoffe man in Sachen Finanzierung auf eine Zusammenarbeit, die Stadt sucht beispielsweise ein Areal für den Bau einer neuen Straßenbahnremise. Dieses Projekt könnte dann in einem Zug mit dem Stadionbau abgehandelt werden.

Die Standort-Frage?

Der weitere Fahrplan in der Stadionthematik wurde im Ausschuss auch festgelegt. „Es braucht eine Entscheidung über den Standort des zweiten Stadions, dann bedarf es einer tiefergehenden Untersuchung, im dritten Schritt muss die Finanzierung des zweiten Stadions geklärt werden - und erst dann kann die Stadt mit Sturm die Verkaufsgespräche beginnen“, sagte Michael Ehmann (SPÖ), der Ausschussvorsitzende.

Sturm Graz will das derzeit mit dem GAK geteilte Stadion in Liebenau kaufen, um das alleinige Nutzungsrecht zu besitzen. Die Vertreter aller Fraktionen sprachen sich im Ausschuss jedenfalls für eine Zwei-Stadien-Lösung aus, in die jetzt Bewegung kommen soll. „Wir wollen Nägel mit Köpfen machen. Das ist der einzig zielführende Weg und darauf haben wir uns heute im Ausschuss geeinigt“, sagte Ehmann.

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