Cyprus Confidential

Ist die Briefkastenfirma immer eine Trickserei?

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Immer wieder fliegen missbräuchliche Firmenkonstrukte auf, das bringt auch völlig legitime, länderübergreifende Gestaltungen mitunter in ein schiefes Licht. Aber wo liegt die Grenze?

Wien. Offshore-Leaks, Panama Papers, Cyprus Confidential: Seit Jahren werden immer wieder dubiose Geldflüsse in großem Stil publik. Im Zentrum stehen dann jedes Mal Offshore-Unternehmen und Briefkastenfirmen in Steueroasen.

„Auf die ganz legalen Gründe für grenzüberschreitende Spaltungen und Verschmelzungen von Unternehmen wirft das leider einen Schatten“, sagt Nicolaus Mels-Colloredo, Partner in der Rechtsanwaltskanzlei PHH, zur „Presse“. Erst heuer im Sommer hat Österreich – ohnehin schon mit Verspätung – die EU-Mobilitätsrichtlinie umgesetzt, deren erklärtes Ziel es ist, innerhalb der EU mehr Flexibilität für grenzüberschreitende Neustrukturierungen von Unternehmen zu schaffen. Kommt diese größere Mobilität von Firmen innerhalb des Binnenmarktes nun ebenfalls in ein schiefes Licht, zumal die jüngsten Enthüllungen ja sogar ein EU-Land betreffen? Und vor allem: Wie lassen sich zulässige Transaktionen von grenzwertigen oder illegalen unterscheiden?

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