Interview

„Wenn wir zu kämpfen aufhören, wird es uns nicht mehr geben“

Gefragte Rednerin und Diskutantin: Oleksandra Matwijtschuk in Wien.
Gefragte Rednerin und Diskutantin: Oleksandra Matwijtschuk in Wien.Clemens Fabry
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Die ukrainische Friedensnobelpreisträgerin Oleksandra Matwijtschuk spricht über russische Kriegsverbrechen in ihrem Land, wieso der Westen die Macht der Bürger unterschätzt und warum sich die Ukrainer keine mutlose Haltung erlauben können.

Sie treten auf internationalen Foren auf, Sie treffen viele einflussreiche Persönlichkeiten. Zieht der Krieg im Nahen Osten die Aufmerksamkeit vom russischen Krieg gegen die Ukraine ab?

Oleksandra Matwijtschuk: Was im Nahen Osten passiert, ist schrecklich. Es ist klar, dass die Region nun im Fokus steht. Aber das Problem der Ukraine ist nicht gelöst. Wegen des russischen Kriegs sterben jeden Tag Menschen. Beide Probleme hängen zusammen: Das internationale Sicherheitssystem funktioniert nicht mehr. Es schützt die Menschen nicht vor Kriegen, die autoritär geführte Staaten provozieren. Wir müssen unsere Kräfte vereinen, um die internationale Friedensordnung wieder zu stärken.

Ist das Interesse an der Ukraine also ge­sunken?

Das kann ich nicht bestätigen. Der Hilfs- und Aufbauprozess für die Ukraine dauert ja an. Die Zeitungsaufmacher sind dem Nahen Osten gewidmet. Das ist natürlich.

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