Arbeitsleben

Arbeitsminister Kocher fürchtet keine Jobverluste durch KI

Arbeits- und Wirtschaftsminister Martin Kocher (ÖVP) im Rahmen des Europäischen Mediengipfels.
Arbeits- und Wirtschaftsminister Martin Kocher (ÖVP) im Rahmen des Europäischen Mediengipfels.APA / LECH ZÜRS TOURISMUS / Florian Lechner Voels
  • Drucken

Schon immer habe sich das Arbeitsleben durch disruptive Technologien verändert. „Und meistens sind mehr Arbeitsplätze hinzugekommen“, so Martin Kocher.

Arbeits- und Wirtschaftsminister Martin Kocher (ÖVP) hat noch keine Sorgen, dass die aktuelle Transformation in Richtung Künstliche Intelligenz (KI) zu Jobverlusten in Österreich führt. Das betonte er am Samstag in einem Gespräch mit der APA am Rande des 15. europäischen Mediengipfels in Lech. „Die aktuellen Erkenntnisse sagen: kein Arbeitsplatzverlust“, erklärte Kocher mit Verweis auf entsprechende Studien. „Was aber in zehn Jahren sein wird, kann niemand vorhersehen.“

Kocher strich dennoch hervor, dass er optimistisch in die Zukunft schaue. Man könne mit Blick auf die vergangenen 100 bis 300 Jahre sehen, wie sich das Arbeitsleben durch das Aufkommen neuer disruptiver Technologien verändert habe: „Und meistens sind mehr Arbeitsplätze hinzugekommen als verloren gegangen sind.“ Selbstverständlich werde KI für Menschen eine Veränderung von Tätigkeiten bringen. „Aber all diese Veränderungen, die es gab die vergangenen 200, 300 Jahre in der Technologie, haben zu besseren, interessanteren, hochwertigeren und weniger schweren Jobs geführt“, erläuterte Kocher. Die aktuelle Entwicklung treffe vor allem Menschen mit mittleren Qualifikationen und zum ersten Mal nicht Niedrigqualifiziertere.

Große Herausforderung für Tourismus

Kocher betonte am Samstag auch vor dem Hintergrund des Wintersaisonauftakts in Lech, dass die Digitalisierung für die Tourismusbranche gemeinsam mit Nachhaltigkeit eine der größten Herausforderungen für den Wintertourismus sei. Darum wolle man Österreich bis 2030 zu einer der nachhaltigsten Destinationen weltweit machen. Der Minister zeigte sich aber optimistisch, „dass wir in 20 oder 30 Jahren noch Wintertourismus haben werden“. Ihm zufolge legen schon jetzt „alle Regionen mehr Gewicht auf den Sommer, aber auch auf Nachhaltigkeit“. Zur Frage nach Alternativen im Hinblick auf die Klimakrise sagte er: „Aber natürlich haben wir in gewissen Tälern im Westen eine gewisse Abhängigkeit vom Tourismus.“ (APA)

Lesen Sie mehr zu diesen Themen:


Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.