Mutmaßlicher Terrorakt

Vier Tote bei Explosion während Gottesdienst auf den Philippinen

50 Menschen wurden verletzt.
50 Menschen wurden verletzt.LANAO DEL SUR PROVINCIAL GOVERNM/Reuters
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Die Explosion wurde wahrscheinlich durch eine selbstgebaute Bombe verursacht. Ein möglicher IS-Hintergrund wird derzeit von den Behörden geprüft.

Bei einem mutmaßlichen Terroranschlag sind am Sonntag während einer katholischen Messe im Süden der Philippinen vier Menschen getötet und 50 weitere verletzt worden. Das teilten Polizei und Militär mit. Die Explosion in einer Turnhalle der Mindanao State University in der Stadt Marawi wurde wahrscheinlich durch eine selbstgebaute Bombe verursacht, wie Generalmajor Gabriel Viray, Divisionskommandeur der Armee, sagte. Er fügte hinzu: „Dies ist ein Terrorakt.“

Am Freitag hatte das philippinische Militär eigenen Berichten zufolge in der südlich gelegenen Provinz Maguindanao del Sur bei einem Einsatz elf militante Kämpfer getötet, darunter auch philippinische IS-Anhänger. Die Behörden untersuchten nun, ob es sich bei der Explosion an der Universität um einen möglichen Racheakt des Islamischen Staates handeln könnte, sagte der regionale Polizeidirektor Brigadegeneral Allan Nobleza anwesenden Reportern.

Unterricht bis auf Weiteres ausgesetzt

Bei den vier Todesopfern handle es sich um drei Frauen und einen Mann, hieß es. Die Verletzten seien in Krankenhäuser gebracht worden.

Der Gouverneur von Lanao del Sur, Mamintal Adiong Jr., verurteilte den Anschlag in einer Erklärung. Bildungseinrichtungen seien Orte, die die Kultur des Friedens förderten. Auch die Universität äußerte sich entsetzt und verurteilte die Tat in den Sozialen Medien auf das Schärfste. Der Unterricht würde bis auf Weiteres ausgesetzt.

Marawi City liegt gut 800 Kilometer südlich von der Hauptstadt Manila. Die Stadt war 2017 Schauplatz einer fünfmonatigen Belagerung durch militante Islamisten, bei der mehr als 1.200 Menschen, darunter auch Zivilisten, getötet wurden. Der Angriff legte die Stadt in Schutt und Asche und führte zur Vertreibung von rund 200.000 Menschen. (APA)

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