Leitartikel

Karl Nehammer, ein „Normalo“ ohne Visionen

Bundeskanzler ÖVP-Bundesobmann Karl Nehammer, seit zwei Jahren im Amt.
Bundeskanzler ÖVP-Bundesobmann Karl Nehammer, seit zwei Jahren im Amt.APA/BKA/Florian Schrötter
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In seinem dritten Kanzlerjahr muss sich Nehammer mehr einfallen lassen, um den Absturz der ÖVP abzuwenden. Ein klares Profil fehlt ihm weiterhin.

„Glaub an Österreich.“ Mit diesem netten, an Leopold Figl angelehnten Spruch, warb die ÖVP in ihrer Herbstkampagne für gute Laune. Die wird Bundeskanzler Karl Nehammer auch brauchen, falls er nach der nächsten Nationalratswahl ohne Kanzler- und ÖVP-Obmannschaft dastehen sollte. Darauf läuft es derzeit hinaus. Die FPÖ liegt in Umfragen meilenweit vor der ÖVP, die sich mit der SPÖ um Platz zwei duelliert. Bei einem massiven Absturz der Volkspartei aber wird sich Nehammer als Kanzler und Parteichef kaum halten können.

In seinem dritten Kanzlerjahr, das am Mittwoch anbricht, werden sich Nehammer und die ÖVP mehr einfallen lassen müssen als brave Politslogans. Auch zwei Jahre nach seiner Angelobung am 6. Dezember 2021 ist es Nehammer nicht gelungen, sich und der ÖVP ein klares Profil zu verpassen. Dabei hat der Bundeskanzler heuer einiges versucht, um genau das zu erreichen.

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