Nahost

Die Vermittler aus Katar stoßen an die Grenzen

Israelische Soldaten sollen im Gazastreifen nach Armeeangaben bisher 800 Tunnelschächte gefunden und davon 500 zerstört haben.
Israelische Soldaten sollen im Gazastreifen nach Armeeangaben bisher 800 Tunnelschächte gefunden und davon 500 zerstört haben. Reuters/Ronen Zvulun
  • Drucken
  • Kommentieren

Israel zog seine Unterhändler aus dem Emirat ab. Die Hamas will die Geiseln erst nach Ende des Kriegs freilassen – von denen mindestens sechs aber schon tot sein sollen.

Istanbul. Als die israelische Luftwaffe am Wochenende wieder in Gaza angriff, zielte sie auf einen symbolträchtigen Wohnblock: Die israelischen Jets zerstörten „Hamad City“, einen Komplex aus Wohnhäusern, Geschäften und einer Moschee in der Stadt Khan Yunis. „Hamad City“ war von Katar finanziert – dem Land, das im November eine einwöchige Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas vermittelt hatte, dann aber mit dem Versuch scheiterte, die Feuerpause zu verlängern. Während die Kampfflugzeuge „Hamad City“ in Schutt und Asche legten, rief Israel sein Verhandlungsteam aus Katar nach Hause.

Katar hatte sich mit der Feuerpause international profilieren können. Doch jetzt stößt das Emirat an die Grenze seines Einflusses auf Israel und die Hamas. Der Krieg ist wieder in vollem Gang. Israel wirft der Hamas vor, anders als vereinbart nicht alle Frauen und Kinder unter ihren Geiseln freigelassen zu haben. Nach israelischen Angaben hat die Terrorgruppe nach den Freilassungen während der Feuerpause noch 136 Geiseln in ihrer Gewalt, darunter 20 Frauen und zwei Kinder.

Dutzende Geiseln tot?

Lesen Sie mehr zu diesen Themen:


Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.