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Gold war in Dollar noch nie so teuer wie jetzt

Am Montagmorgen kostete eine Feinunze erstmals in der Geschichte mehr als 2100 Dollar.
Am Montagmorgen kostete eine Feinunze erstmals in der Geschichte mehr als 2100 Dollar. APA/AFP/David Gray
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Der Goldpreis profitiert von der Erwartung fallender Zinsen und hat am Montagmorgen erstmals in seiner Geschichte die Schwelle von 2100 Dollar übersprungen. Bitcoin kletterte indes auf 40.000 Dollar, einen Preis, den es zuletzt im April 2022 hatte.

Noch nie zuvor in der Geschichte musste man für eine Feinunze Gold (31,1 Gramm) so viele Dollar hinlegen wie am Montagmorgen, als der Preis nicht nur die 2100-Dollar-Marke übersprang, sondern gleich ein Rekordhoch von 2135 Dollar markierte, bevor er wieder ein wenig zurückfiel. Doch muss man einschränken, dass der Dollar in den vergangenen Jahrzehnten massiv an Kaufkraft verloren hat. Um real wieder so viel wert zu sein wie Anfang der 1980er-Jahre, müsste eine Feinunze Gold bereits an die 2500 Dollar kosten.

Dennoch lässt sich nicht leugnen, dass sich Gold im Aufwind befindet. Bereits seit Oktober steigt der Preis kontinuierlich an, getrieben von der Aussicht auf fallende Zinsen. Dies führt nämlich dazu, dass die Anleiherenditen wieder sinken. Die zehnjährige US-Anleihe warf zuletzt eine Rendite von 4,25 Prozent ab, um 33 Basispunkte weniger als vor einem Monat. Damit sind die Anleiherenditen noch immer so hoch wie seit Jahren nicht mehr, der Trend weist aber bereits nach unten. Und das macht Gold, das ja keine Zinsen abwirft, wieder relativ attraktiver. Viele rechnen in einigen Monaten mit einer ersten Leitzinssenkung durch die US-Notenbank Fed. Am Freitag hatte US-Notenbankchef Jerome Powell zwar die Bereitschaft der Notenbank wiederholt, den Zins notfalls doch noch weiter anzuheben, aber auch gesagt, dass die Geldpolitik schon recht restriktiv sei.

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