Griechenland

Die surreale Costa Navarino

Geschützt. Die unbewohnte Insel Sfaktiria liegt der Küste gegenüber und trennt die Bucht vom offenen Meer. 
Geschützt. Die unbewohnte Insel Sfaktiria liegt der Küste gegenüber und trennt die Bucht vom offenen Meer. Beigestellt.
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Von Athen einmal quer über den Peloponnes an die Südwestspitze der Halbinsel: Dort lockt der Küstenabschnitt der Costa Navarino mit nahezu übernatürlicher Aufgeräumtheit. 

Ankunft in Athen – hektische Gelassenheit, gutmütiges Gezeter. Ein kurzer Stopover am Flughafen der griechischen Hauptstadt reicht, um die Energie der Metropole zu spüren. Ihr Empfang fällt warmherzig und bisweilen etwas schroff aus – der immer ein bisschen zu festen Umarmung einer resoluten Großmutter gleich. Das war es dann aber auch mit dem Altbekannten. (Zum Abschied noch eine mentale Notiz: Endlich mal wieder Athen besuchen!)

Der freundliche Taxifahrer – in der Linken das Mobiltelefon, in der Rechten die wohlverdiente Jause, irgendwo dazwischen das Lenkrad – schlängelt sich souverän durch zähe Blechkolonnen ­hinaus aus der Stadt. Es steht eine etwa dreistündige Autofahrt zum eigentlichen Ziel dieser Reise bevor. Schon dessen Name weckt in der Autorin Entdeckerinnengeist: Costa Navarino? Nie gehört.

Der Weg zu ebenjenem, am südwestlichen Peloponnes gelegenen Küstenabschnitt führt über den Kanal von Korinth. Ein kurzer Stopp auf der Rio-Andirrio-Brücke lohnt sich. Um dem Schiffsverkehr die 600 Kilometer lange Fahrt von Patras nach Piräus zu ersparen und eine direkte Verbindung zwischen Ionischem Meer und Ägäis zu schaffen, grub man sich Ende des 19. Jahrhunderts auf einer Länge von sechs Kilometern 84 Meter tief durch Felsgestein. Wem der imposante Blick in die Tiefe nicht Adrenalinkick genug ist, kann hier sogar Bungee-Jumpen. Auf der Halbinsel angekommen, kehrt dann rasch Ruhe ein. Es geht durch ein schier unendliches Meer von Olivenbäumen Richtung Messenien.

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