Interview

Finanzminister Magnus Brunner: „Ich bitte wirklich, Seriosität walten zu lassen“

Finanzminister Magnus Brunner (ÖVP) wies im „Presse“-Talk mit Gerhard Hofer und Gernot Rohrhofer die Kritik aus der Industrie zurück.
Finanzminister Magnus Brunner (ÖVP) wies im „Presse“-Talk mit Gerhard Hofer und Gernot Rohrhofer die Kritik aus der Industrie zurück.Clemens Fabry
  • Drucken
  • Kommentieren

Finanzminister Brunner verteidigt die hohen Lohn- abschlüsse bei den Beamten. Die Kritik an den Staatsschulden weist er als „unseriös“ zurück. Einen Kanzler Kickl kann er sich „nicht vorstellen“.

Die Presse: Sie sind vor genau zwei Jahren als Finanzminister angelobt worden. Zum Jubiläum gab es mehr Kritik als Glückwünsche. Der Gehaltsabschluss bei den Beamten sorgte für Unverständnis. Waren Erhöhungen von 9,15 bis 9,7 Prozent notwendig?

Magnus Brunner: Bei den 9,15 Prozent handelt es sich um die Abgeltung der rollierenden Inflation. Diese Erhöhung war bereits vier Wochen vor dem Abschluss im Budget ersichtlich. Das war keine Überraschung. Außerdem gab es davor höhere Gehaltsabschlüsse. Wir haben bei den Beamten ganz andere Voraussetzungen als in der Wirtschaft, weil es hundert verschiedene Dienstrechte gibt.

Wirtschaftsexperten sprachen dennoch von einem „falschen Signal“. Man hätte ähnlich wie bei den Metallern eine stärkere soziale Staffelung machen können. Verstehen Sie diese Kritik?

Man kann über alles diskutieren, und wir haben natürlich über eine soziale Staffelung gesprochen. Wir haben ja eine leichte Staffelung, bei niedrigen Einkommen gibt es ja eine Erhöhung um 9,7 Prozent.

Lesen Sie mehr zu diesen Themen:


Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.