Weihnachten

Stellen wir den Christbaum wirklich immer früher auf?

Der Baum als Deko: Immer mehr Menschen wollen ihn nicht nur ein paar Tage, sondern ein paar Wochen lang genießen.
Der Baum als Deko: Immer mehr Menschen wollen ihn nicht nur ein paar Tage, sondern ein paar Wochen lang genießen.Freshsplash
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Wer ihn eher aufputzt, hat länger was davon: In immer mehr Wohnzimmern glänzt der Christbaum spätestens ab dem ersten Advent. Was steckt hinter dieser Verschiebung nach vorne?

Früher war bekanntlich alles besser (und mehr Lametta): Den Christbaum erblickten die strahlenden Kinderaugen am Nachmittag des Heiligen Abends, nachdem per Glöckerlklang der Abflug des Christkindes verkündet wurde. Ein offenstehendes Fenster verriet manchmal, dass man fast noch einen Blick auf es erhascht hätte, wenn die Eltern einen nur eine Minute früher hineingelassen hätten. Aber gut. Für viele Kinder wird es auch heuer genauso sein: Sie werden das Christkind wieder um Haaresbreite verpassen, den Blick beim Singen der Weihnachtslieder auf die Christbaumspitze und nicht auf die Geschenke richten, und den Baum selbst kaum würdigen, weil das darunter um so vieles spannender ist.

Für andere wird der Baum am 24. Dezember dagegen bereits ein alter Bekannter sein – denn der Trend zum frühen Baum verstärkt sich zunehmend. Immer mehr Menschen auch in Österreich wollen ihn nicht nur ein paar Tage, sondern ein paar Wochen lang genießen, und putzen den Baum entsprechend mit Beginn der Adventszeit auf. „Wir haben den ersten unserer Wiener Christbaumstände bereits am 2. Dezember geöffnet“, berichtet Johann Hackl vom Biohof Hackl im Waldviertel. Möglich ist das, da dieser der Pfarre Glanzing gehört, die selbst entscheiden darf, wann sie auf ihrem privaten Grund den Verkauf von Christbäumen erlaubt. Mit seinem dritten Stand muss er allerdings bis zum 12. Dezember warten.


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