USA

Probleme mit Autopilot: Tesla ruft zwei Millionen Autos zurück

FILE PHOTO: The interior of a Tesla Model S is shown in autopilot mode in San Francisco, California, U.S., April 7, 2016.   REUTERS/Alexandria Sage/File Photo
FILE PHOTO: The interior of a Tesla Model S is shown in autopilot mode in San Francisco, California, U.S., April 7, 2016. REUTERS/Alexandria Sage/File PhotoReuters / Alexandria Sage
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Tesla muss zwei Millionen Fahrzeugen in den USA ein Software-Update aufspielen.

Der US-Elektroautobauer Tesla muss zwei Millionen Fahrzeuge in den USA wegen Problemen mit dem Autopiloten zurückrufen. Hintergrund sei, dass Mechanismen fehlten, die sicherstellten, dass der Fahrer seine Aufmerksamkeit stets auf den Verkehr richte, teilte die US-Verkehrsaufsicht NHTSA am Mittwoch mit. Um das Problem zu lösen, werde Tesla ein Software-Update aufspielen.

Betroffen seien verschiedene Fahrzeuge der Modelle S, X, 3 und Y. Ohne Update bestehe Unfallgefahr, wenn der Autopilot aktiv sei, der Fahrer aber den Verkehr nicht ständig im Blick habe und damit Gefahrensituationen nicht rechtzeitig erkenne.

Die Aufsicht hatte die Tesla-Funktion mehr als zwei Jahre lang überprüft und ruft nun quasi alle Tesla-Autos zurück, die in den USA verkauft wurden. Im August hatte die amtierende NHTSA-Chefin erklärt, es sei sehr wichtig, dass bei den Überwachungssystemen bedacht werde, dass Menschen sich zu sehr auf die Dienste verlassen. Dies müsse bei der Programmierung berücksichtigt werden.

Unfälle als Auslöser für Untersuchung

Ist der Tesla-Autopilot aktiv, regeln die Fahrzeuge die Geschwindigkeit selbstständig, solange sie auf der gleichen Fahrspur blieben. Bei einer erweiterten Autopilot-Funktion können sie auch die Spur wechseln. Es handelt sich nicht um eine Funktion, die autonomes Fahren ermöglicht, sondern um ein Fahrassistenzsystem - auch wenn der Name auf anderes schließen lässt.

Tesla erklärte, es teile die Ansicht der Behörde nicht, werde aber die Software so verändern, dass weitere Sicherheitsmaßnahmen eingebaut seien. Unklar ist, ob auch Fahrzeuge in anderen Ländern zurückgerufen werden müssen.

Auslöser der Untersuchung war eine Reihe von Unfällen, bei denen der Autopilot aktiv war. Dabei haben Tesla-Fahrzeuge unter anderem geparkte Rettungswagen angefahren; bei einigen Unfällen kamen Menschen ums Leben. Der Tesla-Autopilot ist auch ein Fall für die Justiz: Im Oktober machte Tesla Zwangsmaßnahmen öffentlich, die sich mit dem Programm für selbstfahrende Autos (FSD) und dem Autopiloten beschäftigen. Ermittlungen drehen sich nach einem Reuters-Bericht vom Oktober 2022 auch um die Frage, ob Tesla damit werben darf, dass E-Autos von alleine fahren können. (APA)

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