Nikolaus Habjan

Kinderoper: Eine Poesie der Wut

Paulus Hochgatterer, Nikolaus Habjan und die Babyziege
Paulus Hochgatterer, Nikolaus Habjan und die BabyziegeHerwig PRAMMER
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Nikolaus Habjan bringt „Wo die wilden Kerle wohnen“ auf die Bühne. Für Kinderpsychiater Paulus Hochgatterer ein wunderbares Buch – und eine Fundgrube. 

Fürchterliche Zähne, fürchterliche Krallen, fürchterliche Augen und ein fürchterliches Brüllen haben die wilden Kerle, die auf einer Insel weit draußen im Meer leben. Aber Max, der mit einem Segelboot auf der Insel landet, zähmt sie. Die wilden Kerle bekommen Angst vor ihm und nennen ihn den wildesten Kerl von allen. Und sie machen ihn zu ihrem König.

„Zu grauslich für Kinder“, urteilten Eltern und Rezensenten beim Erscheinen von Maurice Sendaks Bilderbuchklassiker „Wo die wilden Kerle wohnen“ im Jahr 1963. Die Kinder sahen das ganz anders: Sie liebten es, es wurde in Bibliotheken oft ausgeliehen, und 1964 erkannten dann auch die Erwachsenen, dass die „wilden Kerle“ großartig sind. Es erhielt 1964 die Caldecott Medal, die höchste Auszeichnung für englischsprachige Bilderbücher. 1967 erschien die erste deutschsprachige Ausgabe bei Diogenes. Seither wurde das Buch weltweit über 19 Millionen Mal verkauft, mehrmals verfilmt und von Oliver Knussen als Kinderoper vertont.

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