Essay

Wer traut dem sozialen Frieden?

Damals war die digitale Welt noch keine Bedrohung für den Zusammenhalt. Und heute? Noch nie waren sich Alt und Jung so fremd.
Damals war die digitale Welt noch keine Bedrohung für den Zusammenhalt. Und heute? Noch nie waren sich Alt und Jung so fremd.Tv-yesterday
  • Drucken
  • Kommentieren

Früher war es einfach. Die Politiker verteilten Jobs und Wohlstand und wurden dafür gewählt. So funktionierte der soziale Frieden. Doch damit ist es schon lang vorbei. Ein Essay.

Er ist wieder in aller Munde, auch wenn er manchmal ziemlich derb rüberkommt. Die Rede ist vom sozialen Frieden. Der wird in Österreich vor allem strapaziert, wenn die Sozialpartner um Lohnabschlüsse feilschen. „Mit die Einmalzahlungen können s‘ scheißen gehen“, meinte Gewerkschaftler Reinhold Binder. Dieser Satz hat ihn bekannt gemacht. Er wird auf der Straße erkannt, von Leuten angesprochen, Schulterklopfen. Die Gesellschaft für Österreichisches Deutsch hat Binders Aufforderung gar zum „Spruch des Jahres“ gewählt. So klingt der soziale Frieden im Jahr 2023. Er ist ein wenig „abgesandelt“, um bei sozialpartnerschaftlichen Redewendungen zu bleiben.

Lesen Sie mehr zu diesen Themen:


Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.