Olympia

Paris, die größte Baustelle des Weltsports

Das markanteste Aushängeschild von Paris und die fünf Ringe: Die Sommerspiele 2024 werden in Frankreichs Metropole faszinieren.
Das markanteste Aushängeschild von Paris und die fünf Ringe: Die Sommerspiele 2024 werden in Frankreichs Metropole faszinieren.Reuters / Christian Hartmann
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Mit den Sommerspielen 2024 will das Internationale Olympische Komitee in Paris ein Festival der Emotionen feiern. Großen Unmut gibt es schon 208 Tage davor mit Terrorangst, Russen, Korruption, Teuerung, Tahitis Umweltschützern – und der Brühe namens Seine.

Paris gilt gemeinhin als die Stadt der Liebe. Es ist eine Weltmetropole, durch die sich die Seine schlängelt, die prachtvolle Bauten wie das Schloss Versailles kennt, unfassbare Museen wie den Louvre oder magische Anziehungspunkte wie den Eiffelturm preist. Über zwölf Millionen Menschen leben in der Aire urbaine von Frankreichs Hauptstadt, die neben Kultur, Gastro und Entertainment vor allem auch seinen Sport hochhält. Ob Rugby, Fußball mit Klub und Equipe Tricolore, das jährliche Tennisevent in Roland Garros oder die Zieleinfahrt der Tour de France auf der Avenue des Champs-Élysées. Das Leben in Paris hat so viel zu bieten und verlangt doch ein gehöriges Maß an Toleranz im Straßenverkehr und sozialen Alltag sowie die Bereitschaft, für alles viel tiefer in die Taschen zu greifen, als einem lieb ist.

Hier finden vom 26. Juli bis 11. August zum dritten Mal nach 1900 und 1924 Olympische Sommerspiele statt. Die 33. Spiele der Neuzeit werden fürwahr unvergessen bleiben, denn nebst der üblichen Welle von Ängsten und Skepsis, die jedem Großereignis vorauseilen, laufen in diesem Fall auch schwerwiegendere Bedenken einher. Es beginnt mit der quälenden Frage zur Teilnahme russischer und belarussischer Sportler, obwohl der Angriffskrieg in der Ukraine weiterläuft und täglich Menschenleben kostet.

45 Millionen Übernachtungen

Man erwartet über 500.000 Zuschauer, wie viele ohne Ticket an der Eröffnungsfeier – sie führt bei freiem Eintritt entlang der Seine zwischen Pont d‘Austerlitz und Pont d‘Iena – teilnehmen werden, ist selbst mit kühnsten Schätzungen nicht zu beziffern. Das schürt Terrorängste in der Bevölkerung, die parallel zum Zorn der Einwohner über steigende Lebenserhaltungskosten, Mieten oder im Zeitraum der Spiele exorbitant teure Metrotickets (Einzelfahrt vier statt 2,10 Euro, Tageskarte 16 Euro) viele dazu veranlassen werden, in diesem Sommer aus ihrer geliebten Stadt zu „flüchten“. Der Plan ist, dass die erhöhten Tarife vom 20. Juli bis zum Ende der Paralympics am 8. September gelten sollen. Über 10.000 Athleten aus 207 Ländern wird das vermutlich herzlich gleich sein, es warten Medaillen in 329 Bewerben, für die insgesamt zehn Millionen Tickets aufgelegt worden sind. Man rechnet mit einem komplett ausverkauften Event.

3x3-Basketball auf dem Place de la Concorde wird einer der Hits bei den Spielen 2024.
3x3-Basketball auf dem Place de la Concorde wird einer der Hits bei den Spielen 2024.Reuters / Benoit Tessier

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