Die Mutter erlitt Verbrennungen unbestimmten Grades an den Beinen, das Baby blieb unverletzt. Die Polizei ermittelt. Mehrere Menschen verletzten sich bei Pyrotechnikunfällen.
Eine Mutter ist kurz nach Beginn des neuen Jahres in Feldkirch durch einen Rakete verletzt worden. In nächster Nähe befand sich ihr Kleinkind in einem Kinderwagen. Laut der Polizei schlug das Geschoss auf dem Sparkassenplatz in einem Gebäude ein und explodierte dort. Die Mutter erlitt Verbrennungen unbestimmten Grades an den Beinen, das Baby blieb unverletzt.
Drei Jugendliche feuerten laut den Polizeiangaben die Rakete vom Boden Richtung einer Gruppe Menschen. Ermittlungen wurden aufgenommen. Zeugen sind gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Feldkirch zu melden (Tel. +43 (0) 59 133 8150).
Vier Verletzte in Kärnten
In Kärnten sind in der Silvesternacht Polizeiberichten zufolge vier Menschen nach Pyrotechnikunfällen ins Spital gebracht worden. Bereits am Sonntagabend wurde in Nikelsdorf (Bezirk Villach-Land) ein 55-Jähriger schwer an der Hand verletzt, als ihn eine Rakete traf. In Umberg (Bezirk Villach-Land) wurde ein 33-Jähriger im Gesicht getroffen. Handverletzungen erlitten ein 49-Jähriger in Rennweg (Bezirk Spittal/Drau) und eine 29-Jährige in Althofen (Bezirk St. Veit an der Glan).
Der erste Unfall ereignete sich um 18.00 Uhr im Garten des 55-Jährigen. Eine Rakete der Kategorie F2 traf das Mobiltelefon in der Hand des Mannes, der sich dem bereits gezündeten Feuerwerkskörper nach einer vermeintlichen Fehlzündung genähert hatte, meldete die Landespolizeidirektion Kärnten. Als er die Rakete neuerlich zünden wollte, feuerte sie ab und traf ihn aus kurzer Distanz. Nach Erstversorgung wurde er von der Rettung ins LKH Villach gebracht.
In Umberg hatten zwei Wiener im Alter von 33 und 36 Jahren um Mitternacht eine mit zwei Zündschnüren versehene Feuerwerksbatterie gezündet. Der 33-Jährige sei aus unbekannter Ursache zu nahe an der Batterie geblieben und sei beim Abfeuern im Gesichtsbereich verletzt worden. Nach Erstversorgung durch einen Notarzt brachte ihn die Rettung ins Klinikum Klagenfurt.
Ebenfalls eine Feuerwerksbatterie um Mitternacht zündete der 49-Jährige in Rennweg. Er sei bei der Batterie geblieben, weil er geglaubt habe, dass die Zündung nicht funktioniert habe, gab der Deutsche an. Die Batterie feuerte ordnungsgemäß ab und verletzte ihn an einer Hand. Mit offenbar leichten Verletzungen wurde er von der Rettung ins Krankenhaus Spittal an der Drau gebracht.
Beim Unfall in Althofen detonierte der pyrotechnische Gegenstand in der Hand einer 29-Jährigen, die dabei unbestimmten Grades verletzt wurde. Die Rettung brachte sie nach Erstversorgung ins Krankenhaus Friesach. Die Erhebungen zur Unfallursache seien noch nicht abgeschlossen, hieß es von der Polizei.
OÖ: Zwei Verletzte durch Böller
Zwei Oberösterreicher sind in der Silvesternacht durch Böller verletzt worden. Alles in allem sei es eine ruhige Nacht gewesen, berichtete die oö. Polizei am Montag. Ein 34-Jähriger ist um 0.05 Uhr beim Versuch, Silvesterböller im Garten seines Wohnhauses im Bezirk Eferding zu zünden, im Gesicht und an der Hand schwer verletzt worden. Der Mann wollte die Feuerwerksbatterie mit dem Ersatzzünder in Gang setzen, da sich der reguläre Zünder gelöst hatte.
Der Ersatzzünder detonierte aber unmittelbar nach dem Entzünden und habe ihn verletzt. Der 34-Jährige wurde mit der Rettung ins Spital gebracht. In Bad Ischl erlitt ein 25-Jähriger um 0.12 Uhr durch ein bengalisches Feuer leichte Verbrennungen an der Hand. Er behauptete eine unbekannte Person neben ihm hätte den Brandkörper gezündet, Zeugen sagten jedoch der Mann selbst hätte den Böller in der Hand gehalten und sich ohne Fremdverschulden verbrannt.
Acht Verletzte in NÖ
In Niederösterreich sind in der Silvesternacht acht Menschen durch Feuerwerkskörper verletzt worden, gab Notruf Niederösterreich in einer Aussendung bekannt. Das seien nur halb so viele Verletzungen wie im Vorjahr, in dem es außerdem noch zwei Todesopfer zu beklagen gab. Auch die Anzahl der Notrufe sei von 349 auf 295 zurückgegangen. Die Polizei hat rund um Silvester 164 Anzeigen und 14 Organmandate nach dem Pyrotechnikgesetz erteilt.
Die schwerste Verletzung dürfte sich laut Polizei ein Bub (12) in Wiener Neustadt zugezogen haben. In seiner Hand explodierte ein Feuerwerkskörper, als er versuchte den bereits vermeintlich abgebrannten Gegenstand in einem Mistkübel zu entsorgen. Er wurde mit Verletzungen an der Hand, am linken Auge und im Bauchbereich ins Krankenhaus gebracht. Erhebliche Kopfverletzungen erlitt eine 31-jährige Frau in Gumpoldskirchen (Bezirk Mödling), als ein 37-Jähriger einen pyrotechnischen Gegenstand in unmittelbarer Nähe zündete.
Salzburg: Böller bei Polizeiauto gezündet
In Salzburg haben unbekannte Täter am Silvesterabend mit Pyrotechnik ihren Unmut gegenüber der Polizei bekundet. Wie die Landespolizeidirektion Salzburg mitteilte, wurde am Sonntag um 21.47 Uhr ein Böller bei einem Polizeiauto vor der Inspektion des Stadtteils Itzling gezündet. Dabei fiel lediglich eine Radkappe vom Fahrzeug. An der Windschutzscheibe wurde ein Zettel mit der Aufschrift „Nique La Police“ (französisch für „Fick die Polizei“) aufgefunden. (APA)