Siege für Sturm, GAK und Mattersburg. Bregenz gewann das Ländle-Derby in Lustenau erst im Elferschießen.
WIEN (ag). Das T-Mobile-Bundesliga-Quartett GAK, Sturm Graz, SV Mattersburg und SW Bregenz hat am Dienstag den Einzug ins Viertelfinale des Stiegl-Cups fixiert. Als fünfter Verein schaffte Red-Zac-Erstligist SV Ried den Sprung unter die letzten acht Teams. Komplettiert wird das Feld am Mittwoch (Kärnten - Salzburg, Hartberg - Austria) und Donnerstag (Arnfels - Rapid).
Mit der Admira (0:2 zu Hause gegen Mattersburg) blieb am Dienstag der erste der zehn Oberhaus-Vereine auf der Strecke, die Bregenzer schrammten jedoch nur hauchdünn am überraschenden Out vorbei. Im Ländle-Derby beim FC Lustenau setzten sich die Favoriten erst im Elferschießen durch.
Sturm gegen Pasching siegreich
Im Schlager des Abends fügte Sturm Graz den Gästen aus Pasching mit 2:0 die erste Niederlage im Jahr 2004 zu. Im Schwarzenegger-Stadion sahen die wenigen Fans (2.100) vor der Pause ein Spiel ohne echte Höhepunkte. Nach rund einer Stunde fiel die Vorentscheidung zu Gunsten der Hausherren: Nach Vorlage von Rojas ließ Mujiri Pasching-Goalie Schicklgruber aus 18 Metern keine Chance (61.). Sturm legte nach und traf durch Säumel (76.) und Mujiri (82.) jeweils die Querlatte, mit dem 2:0 durch Rojas (84.) nach Haas-Vorlage war die Partie dann endgültig entschieden.
Mattersburg schlägt Admira in turbulentem Spiel
Im zweiten Duell zweier T-Mobile-Klubs setzte sich Mattersburg in der Südstadt gegen die Admira mit 2:0 durch. Hopfer erzielte nach "idealer Vorlage" von Admira-Torhüter Heu, der den Ball direkt auf den Kopf des Torschützen faustete, in der neunten Minute die Führung, Köszegi sorgte in der 92. Minute gegen die dezimierten Admiraner (Astafjew und Bozgo wurden ausgeschlossen) für die Entscheidung.
Richtig turbulent wurde es zu Beginn der Schluss-Viertelstunde. Zunächst sah Bozgo Gelb-Rot (76.), zwei Minuten später musste sein Kollege Astafjew mit Rot in die Kabine. Schiedsrichter Drabek sah bei einem Kopfball-Duell mit Köszegi einen Ellbogen-Check des Letten, der seinen Gegner allerdings nur unabsichtlich mit dem Arm berührt hatte.
GAK mit Glück gegen wackere Tiroler
Am Tivoli neu erwischte der GAK einen optimalen Start. Bereits nach sechs Minuten stellte Aufhauser mit einem Schuss aus 20 Metern ins Kreuzeck auf 1:0 für die Grazer, die sich in der Folge darauf beschränkten, den Vorsprung zu verwalten. Das sollte sich in der 26. Minute rächen: Der Ball kam nach einem misslungenen Schuss von Schreter zu Koejoe. Der Goalgetter traf die Stange und Eder staubte aus kurzer Distanz zum Ausgleich ab.
Der Siegestreffer für den GAK in der 40. Minute kam auf glückliche Weise zu Stande. Goossens riskierte einen Weitschuss und Sick, der bereits am Samstag in der Meisterschaft gegen die Admira das entscheidende 2:1 erzielt hatte, lenkte das Leder per Kopf vom Elferpunkt unhaltbar ins Tor. Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich eine ausgeglichene Partie mit leichten Vorteilen für den abgeklärter wirkenden GAK. Standfest traf für den GAK die Latte (62.), für die in der Schlussphase numerisch überlegenen Tiroler (Naumoski sah in der 87. Minute Gelb-Rot) verfehlte Mair in der 81. Minute mit einem Schuss von der Strafraumgrenze nur um Zentimeter das Ziel.
Bregenz gewinnt Lokalderby dank Elferkiller Tolja
Die Bregenzer kamen im Derby gegen den FC Lustenau nur mit Glück und dank Torhüter Tolja ins Viertelfinale. Im Elferschießen im Reichshofstadion avancierte der Schlussmann, der gleich drei Penaltys abwehrte, zum Matchwinner. Dabei hätte der FCL, der nahtlos an die tolle Leistung vom 2:1-Heimsieg über den FC Wacker Tirol angeschlossen hatte, an diesem Abend gewinnen müssen.
Doch nachdem Jank, Feichtinger (beide 31./jeweils Fußabwehren von Bregenz-Verteidiger Bolter), Seoane (59.) und Gouvea (59. Nachschuss/jeweils von Tolja abgewehrt und 83./aus fünf Metern in die Wolken) die besten Chancen für die Hausherren vergeben hatten, sorgte Hlinka entgegen dem Spielverlauf in der Verlängerung zunächst für die Führung der Bregenzer (98.), die Grumser (111.) ausglich. Durch das 1:1 (0:0) nach 120 Minuten musste das Elferschießen entscheiden, in dem Bregenz wegen des überragenden Tolja am Ende mit 3:1 das glücklichere Ende für sich hatte.
Ried schlägt Interwetten locker
Ried hatte dagegen beim 3:1-(3:1)-Heimsieg mit Interwetten.com leichtes Spiel. Die Abwehr der Niederösterreicher patzte bei allen drei Gegentreffern von Nentwich (26.), Gruber (30.) und Kuljic (44.), da nützte auch der Ehrentreffer durch Briza kurz vor dem Pausenpfiff nichts.
Achtelfinal-Ergebnisse vom ÖFB-Fußball-Stiegl-Cup am Dienstag:
SV Ried - SC Interwetten.com 3:1 (3:1)
HomeLife Arena, 1.000, Hofmann
Torfolge:
1:0 (26.) Nentwich,
2:0 (30.) Gruber
3:0 (44.) Kuljic
3:1 (45.) Unverdorben
Ried: Michl - Vukotic, Nentwich, Cemernjak - Kührer (71. Hartter), Angerschmid (46. Feichtinger), Marquinhos, Drechsel, Gruber - Kuljic, Sidibe
Interwetten: Weber - Schießwald, Stückler, Muhr - R. Ibertsberger, Fürthaler, Kinder, Briza, Horvath (46. Stöger) - Parapatits (46. Mählich), Unverdorben (66. Hobel)
Gelbe Karten: Marquinhos bzw. Parapatits, Stückler, Muhr, Mählich
FC Wacker Tirol - GAK 1:2 (1:2)
Tivoli neu, 7.000. Gangl
Torfolge:
0:1 ( 6.) Aufhauser
1:1 (26.) Eder
1:2 (40.) Sick
Tirol: Planer - Schroll - Eder, Schrott - Mimm, Grüner, Ramsbacher (75. Stary), Schreter (46. Windisch) - Zongo (63. Aigner) - Mair, Koejoe
GAK: Schranz - Pötscher, Sick, Tokic, Pogatetz - Standfest, Milinkovic (46. Bazina), Aufhauser, Dollinger (79 Ramusch) - Goossens, Hassler (63. Naumoski)
Gelb-Rot: Naumoski (87./Foul und Unsportlichkeit)
Gelbe Karten: Schroll bzw. Goossens, Pötscher
Herold Admira - SV Mattersburg 0:2 (0:1)
Südstadt, 470, Drabek.
Torfolge:
0:1 ( 9.) Hopfer
0:2 (92.) Köszegi
Admira: Heu - Barisic - Hatz, Matyus (63. Ziervogel) - Bozgo, Astafjew, Jugovic (46. Ortner), Ledwon, Katzer - Iwan, Markovic
Mattersburg: Hedl - Mandreko - Dragic, Pauschenwein - Kaintz, Hopfer, Kausich, Schmidt, Lang (89. Leidl) - Koziak (74. Köszegi), Mörz
Rote Karte: Astafjew (78./Tätlichkeit)
Gelb-Rote Karte: Bozgo (76./Foul)
Gelbe Karten: Markovic, Ortner bzw. keine
FC Lustenau - Casino SW Bregenz 1:1 (0:0) nach Verlängerung, Bregenz siegte im Elferschießen 3:1
Reichshofstadion, 3.000, Schörgenhofer
Torfolge:
0:1 ( 98.) Hlinka
1:1 (105.) Grumser
Elferschießen (Lustenau begann):
0:0 Grumser - Tolja wehrte ab
1:0 Schepens
1:1 Jank
1:2 Dickhaut
1:2 Dos Santos - Tolja wehrte ab
1:3 Hlinka
1:3 Seoane - Tolja wehrte ab
FC Lustenau: Mendes - Eller, A. Jank, Tamandl, Baldauf - Erkinger (64. Grumser), Feichtinger, Dos Santos, Sara - Gouvea (105. Hanikel), Seoane
Bregenz: Tolja - Bolter, Vuk, Bragstad, Geiger - S. Aslan, Hlinka, Pekala (105. Ikanovic), Schepens - Nzuzi (91. Dickhaut), Klausz
Gelbe Karten: Seoane, Gouvea, Eller, Sara bzw. Geiger, Bragstad, Aslan