Arbeitszeit

Dienst-SMS in der Freizeit: Wie weit geht das „Recht auf Abschalten“?

MGO
  • Drucken

In der Freizeit einmal kurz aufs Diensthandy zu schauen sei einem als Springer eingesetzten Notfallsanitäter zumutbar, entschied ein deutsches Höchstgericht. Was folgt daraus, auch für Österreich?

Wien. Kann ein Unternehmen seine Beschäftigten verpflichten, in der Freizeit dienstliche SMS zu lesen? Ein Rechtsstreit darüber sorgte in Deutschland für Aufsehen. Jetzt hat das Höchstgericht darüber entschieden, das Ergebnis löste neuerlich Diskussionen aus. Und das nicht nur im Nachbarland.

Worum ging es konkret? Ein Notfallsanitäter bei einem Rettungsdienst stritt mit seinem Arbeitgeber um die Gutschrift von Zeiten auf seinem Arbeitszeitkonto und verlangte, dass eine Abmahnung aus seiner Personalakte entfernt werden solle. Hintergrund war, dass er die konkrete Anweisung, wann und wo er am nächsten Tag den Dienst antreten müsse, oft erst am Vorabend per SMS erhielt. Laut der dort geltenden Betriebsvereinbarung ist das für Springerdienste so vorgesehen: Diese können demnach den Arbeitnehmern auch bloß „unkonkret“ für bestimmte Tage zugewiesen werden, konkretisiert werden sie dann jeweils am Vortag bis 20 Uhr.

Lesen Sie mehr zu diesen Themen:


Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.