Möbelmesse IMM Cologne

Interaktives Licht, neue Freischwinger und Sofas, die sich nicht entscheiden können

„Balaao“ zelebriert die Weichheit visuell. Jetzt auch als Bett.
„Balaao“ zelebriert die Weichheit visuell. Jetzt auch als Bett. Bretz
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Auch das Möbeljahr ist angelaufen. Startschuss: Köln. Dort fühlt die IMM Cologne schon mal vor.

Die Welt hat ohnehin schon genug parat, an dem man sich stoßen kann. Da wollen nicht auch noch die Möbel womöglich anecken. Weicher wird’s! Das gilt nicht unbedingt für die Matratzen, aber eher für die Betten – in ihrer Gesamterscheinung. Schließlich wirkt ja Weichheit auch visuell, allein durch sanft gerundete Formen. Dann dürfen Couchtische auch aus hartem Glas oder Metall sein.

Glasplatte. Fast wie Pilze stehen sie auf dem Wohnzimmerboden: „Echo“ vom Hersteller Cor. 
Glasplatte. Fast wie Pilze stehen sie auf dem Wohnzimmerboden: „Echo“ vom Hersteller Cor. Cor
RUNDUM. „Kio“ , ein Couchtisch von Rolf Benz, aus Glas auf einem Metall­gestell. 
RUNDUM. „Kio“ , ein Couchtisch von Rolf Benz, aus Glas auf einem Metall­gestell. Rolf Benz

Leuchtkörper

Was Licht genau ist, das war den Menschen die längste Zeit ihrer Geschichte ziemlich unklar. Vielen ist es das noch heute. Dementsprechend unbeholfen agiert man oft mit Licht im Raum. Aber jetzt forciert das Design die Auseinandersetzung mit Licht: mit interaktiven Möglichkeiten. Oder auch mit körperhafter skulpturaler Präsenz im Raum. Vor allem in einfachen geometrischen Volumen.

Raumordnung. Das niederländische Studio Vantot widmete sich in Köln dem „Impact of Light“. 
Raumordnung. Das niederländische Studio Vantot widmete sich in Köln dem „Impact of Light“. Koelnmesse GmbH
Lichtsäule. Der französische Hersteller Sammode zeigte die Stehleuchte „Elgar“. 
Lichtsäule. Der französische Hersteller Sammode zeigte die Stehleuchte „Elgar“. Sammode
Kegelförmig. „Cono di Luce“ von Ron Arad aus der Kollektion des Herstellers Lodes. 
Kegelförmig. „Cono di Luce“ von Ron Arad aus der Kollektion des Herstellers Lodes. Lodes

Eingesessen

Seitdem der Mensch das Sitzen entdeckt hat, will er sitzen, sitzen, sitzen. Und deswegen stellt ihm das Design Stühle, Stühle, Stühle hin. Und Sessel natürlich auch. Womöglich für so rätselhafte Zeitverbringungsformen wie: loungen. Da ist in diesem Jahr wieder alles dabei: Freischwinger-Klassiker in neuen Farben, Neuinterpretationen von „Alpenstühlen“ oder eben „Lounge Chairs“.

Gut Gepolstert. Die tschechische Designerin Lucie Koldova entwarf für Team 7 den Lounge Chair „Elliot“. 
Gut Gepolstert. Die tschechische Designerin Lucie Koldova entwarf für Team 7 den Lounge Chair „Elliot“.  Team 7
Farbgebung. In der Reihe „Rethinking ­Classics“ tüncht der Designer Sebastian Herkner das Modell „S 32“ von Thonet in „Dark Melange“ und feine Farbnuancen. 
Farbgebung. In der Reihe „Rethinking ­Classics“ tüncht der Designer Sebastian Herkner das Modell „S 32“ von Thonet in „Dark Melange“ und feine Farbnuancen. F_FRINZEL
Landsitz. Die „Alpenraum“-Kollektion von Zeitraum nimmt sich den Archetypus Brettstuhl vor.  
Landsitz. Die „Alpenraum“-Kollektion von Zeitraum nimmt sich den Archetypus Brettstuhl vor.  Zeitraum

Doppelstrategie

Sofas konnten sich manchmal nicht so recht entscheiden: Wollen sie den Eindruck machen, als würden sie schweben über dem Boden (wie rechts beim Modell „Loop“). Oder soll sie das visuelle Gewicht des Entwurfs sowieso gleich in Richtung Erdmittelpunkt ziehen (siehe unten „Mia“). Beides ist möglich. Das zeigen auch die aktuellen Möbelkataloge. Hauptsache, so modular wie möglich.

Elementar. „Mia“ von Freifrau soll man laut Designer Ilja Huber den Komfort gleich ansehen. 
Elementar. „Mia“ von Freifrau soll man laut Designer Ilja Huber den Komfort gleich ansehen. Freifrau
Nutzfläche. Referenz an Tokio: „Aoyama“ von Brühl denkt Sitzkomfort um die Ecke. 
Nutzfläche. Referenz an Tokio: „Aoyama“ von Brühl denkt Sitzkomfort um die Ecke. Brühl
Klare Linie. Werner Aisslinger entwarf „Loop“ für IPDesign, mit einem Gestell, das der 3-D-Drucker ausgeworfen hat. 
Klare Linie. Werner Aisslinger entwarf „Loop“ für IPDesign, mit einem Gestell, das der 3-D-Drucker ausgeworfen hat.  IPDesign

Schaulustig

Die IMM Cologne ist zurück an ihrem traditionellen Jänner-Termin. Doch nicht alle Hersteller kamen zurück in die Messehallen in Köln Deutz. Viele Labels positionieren sich in der „Designpost“ gleich daneben. Oder überhaupt gleich lieber in der Stadt: Wie Minotti etwa zeigte, das sein aktuelles Möbel-Universum in einem neuen Showroom direkt am Kölner Ring neu aufgestellt hat.

Start. Minotti beginnt das Jahr mit Showroom-Eröffnung: „Concept Store by Pesch“.
Start. Minotti beginnt das Jahr mit Showroom-Eröffnung: „Concept Store by Pesch“.ANDREA DINGELDEIN
Neuaufnahme. Artifort rückt „Moon“ nun als Drehsessel ins Rampenlicht. 
Neuaufnahme. Artifort rückt „Moon“ nun als Drehsessel ins Rampenlicht. INGA.POWILLEIT
Fixstarter. Auf der Messe zeigte Interlübke das neue Sideboard-Programm „Tavi“. 
Fixstarter. Auf der Messe zeigte Interlübke das neue Sideboard-Programm „Tavi“. Interlübke

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