Notverkäufe

Der große Ausverkauf und die Insolvenz: Wie billig darf es sein?

Beim Elbtower in Hamburg wird um das Wiederkaufsrecht gestritten.
Beim Elbtower in Hamburg wird um das Wiederkaufsrecht gestritten.Bloomberg
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Die Causa Signa wirft viele Fragen auf, die auch für andere Firmen in der Krise relevant sind: Dürfen Unternehmen dann ihr Vermögen verschleudern? Und hält ein vereinbartes Wiederkaufsrecht in der Insolvenz?

Wien. Wenn es um die Sanierungsverfahren in René Benkos ehemaligem Imperium geht, fällt immer häufiger ein Schlagwort: Fire-Sale. Ob und wie es gelingen kann, Notverkäufe zu verhindern, beschäftigt die Gläubigerschützer – und nicht nur sie. Denn sollten in großem Stil Vermögenswerte aus der Signa-Gruppe zu Schleuderpreisen angeboten werden, könnte das den ­angespannten Immobilienmarkt noch mehr destabilisieren. Und weitere Abverkäufe auslösen.

Aber gibt es für Deals weit unter dem Marktwert auch rechtliche Grenzen? Diese Frage stellt sich vor allem, wenn noch kein Insolvenzverfahren läuft. Sondern versucht wird, durch Notverkäufe einen Liquiditätsengpass zu überwinden. Preisabschläge können dann schon gerechtfertigt sein, sagt Rechtsanwalt Wilhelm Milchrahm im Gespräch mit der „Presse“. Allerdings gelte das nicht unbeschränkt.

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