Gericht

Rassismusvorwürfe im AKH

Im AKH arbeiten Menschen aus den verschiedensten Ländern zusammen, das kann auch für Konflikte sorgen.
Im AKH arbeiten Menschen aus den verschiedensten Ländern zusammen, das kann auch für Konflikte sorgen.Fabry
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Eine Krankenpflegerin soll von einem Kollegen rassistisch bedroht worden sein und wirft dem AKH vor, ihr nicht geholfen zu haben. Das AKH dementiert das ausdrücklich. Jetzt landet der Fall vor Gericht. Doch es geht auch um eine andere Frage: Wie geht man in Mangelberufen mit ethnisch motivierten Konflikten um?

Es passiert im Herbst 2022 im Wiener AKH. Anna Berisha (Name geändert) hat wie gewöhnlich Dienst auf ihrer Station. Berisha ist seit mehr als zehn Jahren als Gesundheits- und Krankenpflegerin tätig, davon die vergangenen acht Jahre im AKH. Sie kennt ihren Job, weiß, was zu tun ist. An jenem Tag sollte sie einen neuen Kollegen einschulen. Er hat Migrationshintergrund wie sie selbst. Er ist serbischer Abstammung. Sie ist im Kosovo geboren, wenn auch schon als Kleinkind nach Österreich gekommen. Doch zwischen ihr und dem neuen Kollegen – das wird schnell klar – stimmt die Chemie nicht. So erzählt sie zumindest die Geschichte – die schlussendlich vor Gericht landen wird – der „Presse“. „Er hat mich provoziert“, sagt Berisha. Er habe Sätze gesagt wie: „Mein Vater hat gesagt, Albanern darf man nicht trauen.“ Und er sei noch weiter gegangen: „Hast du nicht Angst vor mir, wenn wir zwei Nachtdienst haben, dass ich dir den Schädel abhacke?“ , soll er gesagt haben.

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