Interview

Alexander Payne spricht mit der „Presse“ über Geld: „Streaming ist der Tod für Kinofilme“

Alexander Payne bei den Golden Globes im Jänner.
Alexander Payne bei den Golden Globes im Jänner.Gilbert Flores/Golden Globes 202
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In Hollywood zählt der zweifache Oscar-Gewinner Alexander Payne zu den bedeutendsten Autorenfilmern. Warum künstlerische Freiheit eher existiert, wenn das Budget niedrig ist, und der Verkauf von Merlot seinetwegen fiel.

Alexander Paynes aktueller Film, „The Holdovers“, ist fünfmal für den Oscar nominiert. „Die Presse“ traf den erfolgreichen US-Regisseur und -Drehbuchautor im Rahmen des Marrakech Film Festivals.

Die Presse: Im Mittelpunkt von „The Holdovers“ steht ein unbeliebter Professor. Welche Erinnerungen haben Sie an Ihre Lehrer?

Alexander Payne: Mein erster Lateinprofessor war streng und verhasst. Er war bereit, sich unbeliebt zu machen, um uns akademische Disziplin einzutrichtern, die auf Furcht basierte. Außerhalb der Schule entpuppte er sich als der netteste Mensch der Welt.

Im Film kommt folgende Aussage vor: Wenn man Geschichte nicht kennt, wird sich Geschichte wiederholen. Wie ist Ihr Verhältnis zu Geschichte?

Ich habe Geschichte studiert und lese am liebsten Geschichtsbücher.

Welches Buch lesen Sie aktuell?

Von Patrick Leigh Fermor ein Buch über Griechenland und von Rebecca West „Black Lamb and Grey Falcon“ (Ersterscheinung 1941, Anm.). Letzteres habe ich vor zwanzig Jahren gelesen, bis heute das beste Werk über den Balkan und das ehemalige Jugoslawien.

Wie schwierig ist es, eine melancholische Komödie wie „The Hold­overs“ zu machen?

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