Porträt

Wie ein Ex-Fußballstar Afrikas Wirtschaft auf die Siegerstraße bringen will

Didier Drogba ist von der Sportwelt in die Businesswelt eingetaucht.
Didier Drogba ist von der Sportwelt in die Businesswelt eingetaucht.APA / AFP / Franck Fife
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Didier Drogba hat als Stürmer große Titel gewonnen. Nun will er der Welt das wirtschaftliche Potenzial Afrikas zeigen und Investoren auf den Kontinent locken.

Wien. Als Stürmer war sein Ziel zu gewinnen. Mit dem englischen Hauptstadtclub Chelsea holte Didier Drogba 2012 sogar die Champions League, den wichtigsten Titel im Vereinsfußball. Heute sucht der Ivorer nicht mehr den Sieg, sondern den Ausgleich. Und zwar zwischen internationalen Investoren und den Unternehmen und Menschen in seiner Heimat: „Ich habe es als Stürmer nicht nur geliebt, Tore zu schießen, sondern auch, Assists zu geben. Vielleicht ist es mir in Wien gelungen, österreichischen Unternehmen einen Assist zu geben, in Cote d’Ivoir oder einem anderen afrikanischen Land zu investieren“, sagte Drogba im Rahmen des Africa Days der Wirtschaftskammer Ende Jänner.

Dass seine Bekanntheit dem Ex-Fußballer auch in der Wirtschaftswelt Brücken bauen kann, war bei dem alljährlichen WKO-Event spürbar. Während des Pressegesprächs in kleiner Runde, an dem auch die „Presse“ teilnahm, bildete sich vor der Tür eine Traube an Menschen, die auf einen kurzen Wortwechsel oder zumindest ein Selfie mit Drogba hofften. Und dass er willens ist, seinen Namen auch für Zwecke außerhalb des Sports in die Waagschale zu werfen, hat der Ivorer auch als aktiver Fußballer schon bewiesen. 2005 ergriff der Angreifer nach einem WM-Qualifikationsspiel das Mikrofon und forderte die Bürgerkriegsparteien in seinem Heimatland auf, die Waffen niederzulegen – was diese dann zumindest für kurze Zeit auch taten.

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