Leitartikel

Bei der Pension nur auf die staatliche Karte zu setzen ist riskant

Eine private Vorsorge kann die Pension sorgenfreier machen. Denn das staatliche Pensionssystem gerät zunehmend unter Druck.
Eine private Vorsorge kann die Pension sorgenfreier machen. Denn das staatliche Pensionssystem gerät zunehmend unter Druck.Picturedesk / Alfred Buellesbach
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Bei den Pensionen wird vor allem über – notwendige – Reformen im staatlichen System diskutiert. Auf die private Vorsorge wird dabei oft vergessen.

Vor knapp zwei Wochen startete Bundeskanzler Karl Nehammer den Wahlkampf mit der Vorstellung seines „Österreich-Plans“. Das 82 Seiten starke Papier legt dabei in Form von Steuersenkungen einen durchaus erfreulichen Fokus auf die Wirtschaftspolitik. Das wurde wegen des – weniger erfreulichen – Fehlens von Ideen für die Gegenfinanzierung seither auch intensiv diskutiert. Kaum Thema war bisher allerdings, was in dem Plan zum Thema Vorsorge enthalten ist.

Denn auch dieser Punkt kommt im De-facto-Wahlprogramm der Kanzlerpartei vor. Wenngleich auch mit etwas überraschenden Inhalten. So will die ÖVP die Abschaffung der Kapitalertragsteuer bei Sparbüchern bis zu einem Betrag von 100.000 Euro. Eine Forderung, die bei vielen Österreichern sicherlich sehr populär ist. Eine optimale Zukunftsvorsorge sieht aber anders aus. Denn trotz der zuletzt stark angestiegenen Zinsen, die sich mittlerweile auch zumindest in gebundenen Spareinlagen wiederfinden, sind die Realzinsen (also mit gegengerechneter Inflation) in Österreich nach wie vor mit über einem Prozent negativ. Rund 20 Milliarden Euro verlieren die heimischen Haushalte dadurch jedes Jahr an Kaufkraft, weil sie ihr Geld auf Konten oder schlecht verzinsten Sparbüchern liegen lassen.

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