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Der doppelte Olaf

Wer ist wer? Chris Coons und Olaf Scholz.
Wer ist wer? Chris Coons und Olaf Scholz.Internet
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Olaf Scholz hat einen Doppelgänger in Washington. Gut nur, dass Joe Biden den deutschen Kanzler mit seinem Landsmann aus Delaware verwechselt hat.

Als Joe Biden 1973 als 30-jähriger Neosenator und Witwer nach Washington ging, waren in der Hauptstadt Richard Nixon und Henry Kissinger an der Regierung, in Jerusalem Golda Meir, in Neu-Delhi Indira Gandhi und in Bonn Willy Brandt. Those were the times, wie Amerikaner sagen. Sie kamen und gingen, viele Staats- und Regierungschefs zogen am Potomac River vorbei. Nur einer blieb: Uncle Joe. Wie soll er sich über fünf Jahrzehnte all die Namen merken, die einmal wichtig waren? Die Kohls und Mitterrands, die Thatchers und Merkels, Trudeau sen. und Trudeau jun.

Nur gut, dass er Olaf Scholz, der ihm neulich im Weißen Haus die Aufwartung machte, nicht mit Willy Brandt verwechselt hat. Dabei hat der deutsche Kanzler einen Doppelgänger in Washington, der ihm zum Verwechseln ähnlich sieht – und der dem US-Präsidenten auch noch sehr nahe steht: Chris Coons, Parteifreund und Senator aus Bidens Heimatstaat Delaware.

Gleiche Statur, gleiche Stirnglatze, gleiches Grinsen, gleiche Weltanschauung, fünf Jahre jünger: „Wer ist wer?“, postete Coons auf Deutsch unter ein Selfie mit Scholz. Womöglich nahm der Kanzler den doppelten Olaf nach Berlin mit – als Doppelgänger im Karneval am Rosenmontag und erst recht im Wahlkampf. Doppelt hält besser, wenn die Ampel auf rot steht.

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