Bundesliga

Austria besiegt Altach zitternd und träumt

Dominik Fitz behielt die Übersicht.
Dominik Fitz behielt die Übersicht.GEPA pictures / Armin Rauthner
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Schmidt und Krätzig bescherten den Violetten eine 2:0-Pausenführung, die nach Rot für Vucic zusehends wackeliger anmutete. Das 2:1 gegen Altach hält Violett im Rennen um den Einzug in die Meistergruppe.

Austria hat mit viel Zittern den zweiten Sieg im Frühjahr eingefahren und bleibt im Rennen um die Meistergruppe. Beim 2:1 (2:0) gegen den SCR Altach bescherten der kurzfristig in die Startelf gerutschte Alexander Schmidt (35.) und Frans Krätzig (44.) den Favoritnern eine 2:0-Führung. Nach einer Roten Karte für Austrias Romeo Vucic (57.) warf Altach alles nach vorne. Mehr als das Anschlusstor von Christian Gebauer (78.) war für die Vorarlberger nicht mehr drin.

Vor den Sonntag-Spielen schob sich die Austria vorerst an Rapid vorbei auf Rang sechs. In der kommenden Woche steht das große Wiener Derby in Hütteldorf am Programm. Altach bleibt Zehnter, der Vorsprung auf die letzten Plätze bleibt gleich.

Austria-Coach Michael Wimmer musste vor 12.448 Zuschauern umdisponieren. Muharem Huskovic passte nach dem Aufwärmen wegen Adduktorenproblemen, Schmidt übernahm den Part als zentrale Spitze. Bei Altach stand Tobias Schützenauer anstelle des erkrankten Dejan Stojanovic im Tor, im Angriff setzte Trainer Joachim Standfest auf den agilen Gustavo Santos anstelle von Atdhe Nuhiu. Schmidt setzte sich rasch in Szene, nach seiner Vorlage schlug Vucic über den Ball. Die von der Austria eigentlich tief stehend erwarteten Altacher bauten aber früh Druck auf und versuchten, den Spielaufbau der Wiener schon im Ansatz zu stören. Ein Plan, der aufging. Den Rheindörflern gelangen einige Balleroberungen, einzig der krönende Abschluss wollte wieder einmal nicht gelingen.

VAR-Intervention

Nach einer Viertelstunde traf die Austria dennoch. Schmidt setzte sich nach einem weiten Ball energisch gegen Paul Koller durch, seine Vorlage zirkelte Dominik Fitz in den Winkel. Nach VAR-Intervention ahndete Schiedsrichter Daniel Pfister jedoch ein Handspiel von Schmidt, der Treffer zählte nicht. Altach war weiter im Spiel, bei einem Ping-Pong-Ball samt Schuss von Lukas Jäger fehlte wieder nicht viel.

Nach einer halben Stunde hatte die Austria wieder mehr Spielkontrolle und nutzte einen Patzer der Gäste zur Führung. Sandro Ingolitsch schoss beim Klärungsversuch Fitz an, Schützenauer konnte den Halbvolley von Vucic noch parieren, Schmidt staubte aber ab. Kurz vor der Pause legte Krätzig mit seinem ersten Bundesliga-Tor nach. Die Bayern-Leihgabe ließ Ingolitsch technisch fein ins Leere fahren und vollendete selbst.

Die Austria startete besser in die zweite Halbzeit, eine Tätlichkeit von Vucic brachte Altach aber nummerische Überlegenheit. Wieder schritt Pfister zum Monitor und wertete das Nachschlagen des Stürmers gegen den auf ihn fallenden Jäger mit Rot.

Und jetzt das Derby

Wimmer stellte auf eine Viererkette um, Schmidt hatte per Kopf sogar die Möglichkeit auf das 3:0. Standfest wiederum brachte frische Offensivkräfte und mit Nuhiu eine echte Anspielstation. Aus dem Spiel heraus gelang Altach wenig, so musste eine Standardsituation herhalten: Der eingewechselte Gebauer zog nach einem zu kurz abgewehrten Eckball erfolgreich ab.

Es kam das große Wiener Zittern. Johannes Handl sah Gelb und wird das Derby damit gesperrt verpassen. Im Altacher Powerplay schoss Ousmane Diawara per Volley (88.) drüber, Lukas Fadinger schloss zu zentral (89.) ab. Nach achtminütiger Nachspielzeit stand der violette Sieg fest.

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