Ukraine-Krieg

Wie es zum schnellen ukrainischen Abzug aus Awdijiwka gekommen ist

Eine ukrainische Panzerbrigade geht in der Nähe von Awdijiwka in Abwehrstellung. Sie bereitet sich auf einen weiteren Vorstoß Russlands vor.
Eine ukrainische Panzerbrigade geht in der Nähe von Awdijiwka in Abwehrstellung. Sie bereitet sich auf einen weiteren Vorstoß Russlands vor. AFP/Genya Savilov
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Die Armee musste das Feld in Awdijiwka räumen. Eine bittere Niederlage, zurückzuführen auf die überlegene russische Artillerie und Luftwaffe.

Plötzlich ging alles rasend schnell. Zuerst hieß es noch, es gibt einen Teilabzug aus einem Stadtteil im Süden. Aber schon am Freitagabend wurde daraus ein kompletter Rückzug. „Angesichts der operativen Lage um Awdijiwka habe ich beschlossen, unsere Einheiten aus der Stadt abzuziehen und sie auf einer günstigeren Ebene zu verteidigen“, gab der ukrainische Oberbefehlshaber, Oleksandr Syrskyi, bekannt. Eine Einkreisung der ukrainischen Einheiten sollte damit vermieden und das Leben sowie die Gesundheit der Soldaten geschützt werden.

Der Rückzugsbefehl kam für viele Ukrainer überraschend. Der ukrainische Generalstab hatte einen „geordneten Abzug“ aus Awdijiwka befohlen. Davon konnte jedoch keine Rede sein. Ukrainische Soldaten berichteten in sozialen Medien von chaotischen Zuständen. So mussten sie Hals über Kopf in der Dunkelheit ihre Stellungen räumen und buchstäblich im russischen Granatenhagel flüchten. Zahlreiche Verwundete blieben zurück. Einige von ihnen meldeten sich auf Nachrichtendiensten wie Instagram sowie WhatsApp bei ihren Familien und Freunden.

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