Kunstmarkt: Münchner Messe ohne "Munich Highlights"

Die Kunstmesse München beschränkt sich heuer auf fünf Tage und bekam kleine, aber exklusive Konkurrenz.

Wer heuer die Kunst- und Antiquitätenmesse in München, eine der besten im deutschsprachigen Raum, besuchen will, muss sich beeilen. Statt neun Tagen, von Wochenende zu Wochenende, wurde sie heuer auf nur fünf Tage verkürzt. Dafür wurden die Abend-Öffnungszeiten auf 22 Uhr verlängert. Eine Straffung auf die übliche Messe-Länge, die, ein Jahr vor der 50. Jubiläums-Veranstaltung, vielleicht gut tut. Kommenden Samstag aber geht es erst einmal los mit der 49. Ausgabe, rund 120 Aussteller präsentieren auf 11.000 Quadratmeter ihre Waren von Antiken bis zu zeitgenössischer Kunst. Der Großteil der Händler stammt naturgemäß aus Deutschland, etwa 20 kommen aus dem Ausland, zwei reisen heuer aus Österreich an - vor drei Jahren waren es noch sechs.

Die Salzburger "Salis und Vertes" zählen zu den Stamm-Teilnehmern, sie konzentrieren sich heuer auf Bilder von Gabriele Münter. Patrick Kovacs bringt aus Wien eine "Sessel-Galerie" mit frühen Stühlen von Thonet und dessen einst größtem Konkurrenten J. & J. Kohn mit.

Besonders geschätzt aber wird die Münchner Messe wegen ihres Schwerpunkts "Kunst auf Papier". Von der barocken Skizze bis zur Klassischen Moderne wird man hier fündig.

Einige der wichtigsten Münchner Kunsthändler, wie die Altmeister-Größe Konrad O. Bernheimer aber fehlen. Erstmals haben sie sich parallel zur Messe organisiert und rufen von heute, Freitag, bis 22. Oktober in ihren in der Brienner Straße geballten Geschäftsräumen die "Munich Highlights" aus. Und zu den zehn deutschen Messe-Verweigerern gesellt sich sogar noch die renommierte New Yorker "Blumka Gallery" mit ihrem exquisiten Angebot an Kunstgegenständen von Mittelalter bis Renaissance. sp
Kunstmesse München: bis 20. Oktober, Sa. und So. 13-20 h; Mo. bis Mi. 13-22 Uhr; Erwachsene: 12,50 Euro, Schüler, Studenten mit Ausweis frei.

INTERNET 

www.kunstmessemuenchen.de


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