Leitartikel

Die Zeiten des „Koste es, was es wolle“ müssen endlich vorbei sein

Vor allem der Wohnungsneubau ist rapide zurückgegangen. Das ist ein Problem. Aber die Lösung dafür sind nicht Förderungen, die mit beiden Händen ausgegeben werden.
Vor allem der Wohnungsneubau ist rapide zurückgegangen. Das ist ein Problem. Aber die Lösung dafür sind nicht Förderungen, die mit beiden Händen ausgegeben werden.Imago / Rainer Keuenhof
  • Drucken
  • Kommentieren

Es gibt Gründe, der Bauwirtschaft zu helfen. Allerdings mit Maß und Ziel. Ideen wie 100.000 Euro für Häuslbauer gehören definitiv nicht dazu.

Es ist ein Vorschlag, der an der wirtschaftspolitischen Kompetenz der Sozialpartner zweifeln lässt. Bis zu 100.000 Euro Eigenheim-Bonus sollen die Österreicher vom Staat erhalten. Dieses Ansinnen brachten Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer und Bau-Gewerkschafter Josef Muchitsch Anfang der Woche vor. Sie würden diesen sogenannten Eigenheimbonus der Regierung „wärmend ans Herz“ legen. Man kann nur hoffen, dass die Regierung widerstehen kann. Denn abgesehen von inhaltlichen Fragen – was heißt das bei bereits in Bau befindlichen Objekten? – und kritischen Punkten bei der Verteilungswirkung – Mieter finanzieren über ihre Steuern Eigentümern einen Teil ihres Eigentums – dürfte eine solche nicht rückzahlbare Förderung im bis zu sechsstelligen Euro-Bereich wohl die ineffizienteste Verwendung von öffentlichen Mitteln sein, um die Bauwirtschaft anzukurbeln.

Lesen Sie mehr zu diesen Themen:


Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.